18 Jungen und Mädchen haben drei Tage mit dem früheren Europapokalsieger Jürgen Pommerenke trainiert. Der Ex-Fußballprofi coachte den Nachwuchs auf dem Mechauer Sportplatz.

Mechau l 301 Oberliga-Spiele, 48 Partien im Europapokal und 57 Spiele für die DDR-Auswahl - Jürgen Pommerenke zählte in den 70er-Jahren zu den besten Fußballern in Deutschland. Und der 61-Jährige lebt noch immer für den Sport. Von Freitag bis Sonntag leitete er in Mechau ein Fußballcamp.

18 C- und D-Jugend-Kicker - darunter 3 Mädchen - lernten auf dem Mechauer Sportplatz vom ehemaligen Mittelfeldregisseur. Bei dem Training standen vor allem die technischen Fähhigkeiten der Spieler im Vordergrund. Jürgen Pommerenke brachte dafür viele verschiedene Übungen mit. Schließlich ist er ein Experte in Sachen Nachwuchs-Training.

Idee für Trainingscamp gab es schon im vergangenen Jahr

Das zeigte sich auch darin, dass er die jungen Kicker teilweise lautstark antrieb, aber zwischendurch immer einen flotten Spruch auf den Lippen hatte. "Das war kein Sprint, so laufen die Maulwürfe", schallte es einem Spieler entgegen, der sofort ein paar Schritte zu legte. Und dem Torwart riet Pommerenke: "Wenn der Stürmer alleine auf dich zu kommt musst du vor dem Ball liegen und ihn anschreien. Der muss sich in die Hose kacken."

Diese außergewöhnliche Trainingsmöglichkeit ergab sich dadurch, dass Henning Lehmann, zweiter Vorsitzender von Eintracht Mechau, Jürgen Pommerenke bereits 20 Jahre kennt. "Jürgen war damals Jugendleiter beim FC Magdeburg und ich bei Eintracht Salzwedel. 2000 habe ich bei ihm außerdem meinen B-Trainerschein gemacht", erklärt der Vize-Vorsitzende die Verbindung. "Die Idee zu dem Trainingscamp gab es bereits im vergangenen Jahr. Es war aber schwer einen Termin zu finden, da Jürgen Pommerenke mit Dirk Heyne eine gefragte Fußballschule betreibt", erläutert Henning Lehmann.

Im kommende möchte Eintracht Mechau erneut ein Trainingscamp anbieten. "Ich bin mit der Resonanz sehr zufrieden. Wir hatten mehr Anmeldungen als Plätze", sagt der stellvertretende Vorsitzende. In diesem Zusammenhang bedankte sich Henning Lehmann auch bei den Sponsoren der Veranstaltung. Diese und der Verein sorgten dafür, dass die Kinder für einen kleinen Obolus an dem Fußballcamp teilnehmen konnten. Außerdem legten die Jugendtrainer André Roenspieß, Toni Porath und Guido Biniak eine Extraschicht ein und halfen Jürgen Pommerenke.

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