Arendsee ist Pilotkommune in Sachen Reittourismus. In der Einheitsgemeinde queren sich Reitwanderwege durch ganz Deutschland. Jetzt ist die Zusammenarbeit der Stadt mit der Vereinigung der Freizeitreiter Deutschlands mit einem Vertrag besiegelt worden.

Arendsee l Arendsee hat als erste Gemeinde in Deutschland einen Vertrag mit der Vereinigung der Freizeitreiter- und Fahrer (VFD). Bei einem Treffen am Rande des Naturlehrpfades, am Aussichtsturm am Faulen See bei Genzien, unterzeichneten Arendsees Bürgermeister Norman Klebe und David Wewetzer vom Bundesvorstand der VFD den Partnerschaftsvertrag.

"Am Arendsee haben wir für unsere Veranstaltungen wie das Sternreiten, die großen Reiterlager oder Wanderritte sowie einer Pferdeschwämme, der einmaligen Tierbadestelle im Arendsee, ideale Bedingungen", erklärte Wewetzer. Die VDF mit ihren 60 000 Mitgliedern setze sich dabei ein für den Schutz der Natur, die Erhaltung der Artenvielfalt, die Förderung von Kindern und Jugendlichen sowie den Erhalt des Grundrechtes auf freien Zugang zur Natur mit Pferden.

"Für den Tourismus ist der Pferdesport eine wichtige Konstante geworden", sagte Klebe. Auch beim Distanzreiten unter der Regie des Verbands der Distanzreiter Deutschlands, den Turnieren des ortsansässigen Reit- und Fahrvereins Ferdinand von Schill Thielbeer und mit dem als erste Wanderreitstation in Sachsen-Anhalt ausgezeichneten Pferde- und Freizeitparadies Ziemendorf, gebe es eine aktive Verbindung. Er sei stolz, dass Arendsee als Pilotkommune für die Zusammenarbeit auf Vertragsbasis ausgewählt wurde.

Gemeinsam setzen sich die Gemeinde und die VFD für den Erhalt des Kulturguts Pferd und den naturschonenden Tourismus ein. Genau diese Ziele werden auch von zwei weiteren Partnern - dem Tourismusverband Altmark und dem Interessenverein Sternreiten in der Altmark verfolgt.

"Diese Partnerschaften sind Ausdruck und Ergebnis bestehender Kooperationen und gemeinsamer Aktivitäten", betonte Wewetzer. Die Vereinbarungen unterzeichneten auch Verbands-Geschäftsführerin Mandy Hodum aus Tangermünde und IG-Vorsitzender Eike Trumpf aus Hohenberg-Krusemark.

Beifall zu der feierlichen Aktion gab es auch von den drei altmärkischen Bundestagsabgeordneten Jörg Hellmuth (CDU), Katrin Kunert (Linke) und Marina Kermer (SPD). Sie sagten zu, das Projekt nach Kräften auf Bundesebene zu unterstützen.

Arendsee setzt Zeichen für Pferdefreundlichkeit

"Damit setzt die Region im Norden von Sachsen-Anhalt als einer der ältesten deutschen Kulturräume ein starkes Zeichen für den naturverbundenen Tourismus mit dem Pferd und heißt die Reiter und Fahrer aus Deutschland in ihren reizvollen naturbelassenen Landschaften willkommen", so Wewetzer.

Der Vertrag ist nicht mit materiellen Verpflichtungen verbunden, sondern besteht auf rein ideeller Basis. Bestandteil sind auch die Verlinkung der Internetseiten und gegenseitige Werbung mit Logos und Aktivitäten.

Nach dem Unterzeichnungsakt servierten Vertreter des Pferdeparadieses Ziemendorf Sekt zum Anstoßen auf den Anlass und luden zum Kaffeetrinken ein. Eine Diskussion aller Beteiligten zu den Entwicklungsmöglichkeiten des Reit- und Fahrtourismus in der Region schloss sich an.