Die Jugendabteilungen der Salzwedeler Sportvereine können sich auch 2014 über eine Finanzspritze der Stadt freuen. Geld bekommen allerdings nicht alle. Auch unter den Empfängern gibt es Gewinner und Verlierer.

Salzwedel l Der Bedarf der Sportvereine Salzwedels an einer Förderung ihrer Jugendabteilungen schrumpft offenbar. Nur 16 der 32 registrierten Vereine im Stadtgebiet haben für 2014 einen Antrag auf die Unterstützung ihrer Jugendabteilungen gestellt. "Im vergangenen Jahr waren es noch 21", sagte Hauptamtsleiter Matthias Holz am Dienstagabend während der letzten Sitzung des Sozialausschusses vor der Neuwahl.

Diejenigen, die einen Antrag gestellt haben, dürfen sich nun allerdings über einen warmen Geldregen freuen. Zehn Euro stellt die Stadt auf Antrag jedem Verein pro Mitglied unter 18 Jahren zur Verfügung. Eine entsprechende Beschlussvorlage nahmen die Mitglieder des Sozialausschusses im Mehrgenerationenhaus einstimmig an.

Unter den Vereinen, die sich beteiligt haben, gibt es im Vergleich zum Vorjahr deutliche Gewinner, aber auch Verlierer. So gewann die Wohnsportgemeinschaft (WSG) Jenny Marx 30 Kinder und Jugendliche hinzu. Damit löste der Verein nicht nur Eintracht Salzwedel als Organisation mit der größten Jugendabteilung ab. Er bekommt auch 300 Euro mehr als 2013. Starke Zuwächse verzeichnete daneben auch der TC Salzwedel 1924 mit 14 neuen Mitgliedern beziehungsweise einem Zuschuss-Plus von 140 Euro. Regelrecht eingebrochen sind die Mitgliederzahlen dagegen beim Turnverein Friedrich-Ludwig Jahn. Heute zählt der Verein 40 Kinder und Jugendliche weniger als noch 2013. Das drückt sich in einer um 400 Euro reduzierten Zuwendung aus.

Insgesamt sind derzeit 1007 Kinder und Jugendliche in den Vereinen Salzwedels aktiv. Die Stadt gibt für sie 10070 Euro aus.

Eine Zuwendung bekommt neben den Sportvereinen auch die Arbeiterwohlfahrt. Für die Jugendarbeit des Schülerfreizeitzentrums erhält die Awo 930 Euro und damit den Differenzbetrag aus dem für die Jugendförderung im Haushalt eingestellten Betrag von 11000 Euro und dem tatsächlich ausgezahlten Geld. Die Gewährung des Geldes verlief allerdings nicht ohne Diskussionen. "Ich habe meine Bauchschmerzen damit", sagte Ausschussvorsitzende Gabriele Gruner. Auch Einrichtungen wie der Familienhof oder die Tafel hätten Anträge eingereicht, die abgelehnt wurden. "Mir geht es um Gerechtigkeit."

Letztlich setzte sich aber die Argumentation von Giso Schnöckel (Bürgerbund) und Frank Scheffler (Die Linke) durch. Scheffler sagte, das Fördergeld sei nun einmal vorhanden und die Awo habe ihren Antrag zur rechten Zeit gestellt.