Die Mitglieder des Umweltausschusses trafen sich am Donnerstag zur letzten Sitzung in dieser Wahlperiode. Volksstimme-Redakteurin Uta Elste sprach mit dem Ausschussvorsitzenden Uwe Hundt (CDU) über die Arbeit des Gremiums in den zurückliegenden Jahren.

Sie haben zu Beginn der Sitzung den Naturlehrpfad in Kassuhn besichtigt. Warum standen solche Abstecher nicht öfter auf der Tagesordnung des Ausschusses?

Uwe Hundt: Wir haben auch schon auf der Deponie in Gardelegen getagt und haben uns auch im Drömling umgesehen. Aber es stimmt, man könnte öfter draußen sein, vorausgesetzt natürlich, das Wetter spielt mit.

Was waren die wichtigesten Projekte, die der Umweltausschuss seit 2009 begleitet hat?

Im Fall der Soleverpressung in Peckensen haben wir erreicht, dass Vertreter des Bergamtes während einer Sitzung anwesend waren und es nun strengere Kontrollverfahren gibt. Die Sanierung des Arendsees stand natürlich auch ganz oben auf unserer Prioritätenliste, da der Kreis sehr an einer vernünftigen Sanierung des Sees interessiert ist. Allerdings sind die Randbedingungen noch nicht vollständig bekannt, und der See soll schließlich so saniert werden, das keiner zu Schaden kommt.

Wir haben uns natürlich auch mit der Abfallentsorgung auseinandergesetzt, seien es nun Satzungsänderungen oder Gebührenanpassungen. Die biologische Entsorgung, die ab 2015 gesetzlich vorgeschrieben ist, war natürlich auch ein Thema. Denn sie soll für die Bürger so gestaltet werden, dass es möglichst wenig Belastungen gibt. Da muss das Potenzial der mechanisch-biologischen Abfallbehandlungsanlage in Gardelegen ausgelotet werden. Außerdem haben wir uns vor dem Hintergrund der Hochwasserkatastrophe im Land mit der Situation an der Jeetze und an der Dumme befasst. Da hat es Fortschritte gegeben, aber es sind noch weitere Gespräche mit Partnern in Niedersachsen erforderlich.

Das war wohl gleichzeitig die letzte Sitzung eines Ausschusses, dessen Mitglieder sich ausschließlich mit Umweltfragen auseinandersetzen. Ist das nicht irgendwie auch schade?


Das war natürlich während der Sitzung auch ein Thema, und wir haben uns mehrheitlich dafür ausgesprochen, dass der neue Kreistag darüber entscheiden soll. Ich finde es persönlich nicht fair, den neuen Kreistagsmitgliedern vorzuschreiben, wie sie sich organisieren sollen.

Welchen Aufgaben im Umweltbereich werden sich die neuen Kreistagsmitglieder widmen müssen?

Die bisherigen Vorhaben, die ich vorhin aufgezählt habe, sind überwiegend noch nicht abgeschlossen. Aber darüber hinaus gibt es noch weitere Aufgaben, zum Beispiel ist ein Beregnungsverband auch noch nicht aus den Puschen gekommen.