Arendsee l Der Beschluss war einstimmig am Montagabend im Eigenbetriebsausschuss Arendsee: Eigenbetrieb und Luftkurort GmbH sollen Fördermittel beim Wirtschaftsministerium beantragen für die Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur und zur Geländeerschließung, für den Tourismus und öffentliche Einrichtungen sowie für die Bauleitplanung dafür, Fachberatung eingeschlossen.

"Zusammen mit den Mitteln aus früheren und noch anstehenden Verlustausgleichen, die der Luftkurort GmbH über den Eigenbetrieb zur Verfügung stehen, könnte das Investitionsvolumen insgesamt bei maximal 1,5 Millionen Euro liegen", informierte Eigenbetriebs- und Bauamtsleiter Gert Reckling die Ausschussmitglieder. Der Beschluss bildet die Handlungsgrundlage für das weitere Vorgehen der Verwaltung.

Runde 500 000 Euro seien dabei der Arendseer Eigenanteil, eine Förderung sei zu 60 Prozent beziehungsweise zu 90 Prozent möglich, ergänzte Bürgermeister Norman Klebe, der die Ausschusssitzung leitete. Die Beantragung für den Förderzeitraum 2014 bis 2020 müsse jetzt auf den Weg gebracht werden, wenn sich ab 2015 etwas tun solle.

Mit dem Wirtschaftsministerium und dem Landesverwaltungsamt sei bereits 2013 die Förderfähigkeit der geplanten Vorhaben für den Tourismus in Arendsee geprüft und für möglich befunden worden.

"Ja, ich bin Gärtner, aber für das Vorhaben müssen eben auch Bäume weg."

Stadtrat Karsten Kabel (CDU)

Anliegen ist es unter anderem, die Seepromenade zwischen der Bleiche und dem Strandbad zu erweitern. "Bestandteil ist die attraktivere Gestaltung unserer touristischen Infrastruktur, was den Campingplatz und das Strandbad sowie den Schiffsanleger mit einschließt", machte Reckling deutlich.

"Der erweiterte Blick auf den Arendsee an vielen Stellen, die jetzt noch zugwachsen sind, soll unseren Gästen besser sichtbar machen, was wir zu bieten haben", so Reckling.

Auch wenn dafür einige Bäume fallen müssten, sei er voll dafür, betonte Ratsherr Karsten Kabel (CDU). "Ja, ich bin Gärtner, aber für das Vorhaben müssen eben auch Bäume und vor allem Wildwuchs weg", sagte er. Es gehe darum, Sichtachsen zum See zu schaffen. "Es war damals ein guter Ansatz, die Koniferen von der Bleiche zu nehmen", erinnerte er. Jetzt biete die Rasenfläche der Bleiche Platz zum Verweilen und Feiern sowie eine idyllische Aussicht auf das Wasser.

"Aber ich bin dafür, den einmal vorhandenen Weg am Rande des Areals wiederherzustellen", schlug er vor. Das nahm Reckling gleich in die Vorschlagsliste zur Planungsvorbereitung auf. Auch Ideen für weitere Wege an den See, zur besseren Beleuchtung des Zugangs zur Anlegestelle und zur Campingplatz- und Geländeanbindung des Drachenbootvereins sollten einbezogen werden.

Stadtrat Thomas Schlicke (Linke) fragte an, ob bei der angestrebten Neugestaltung auch an die anfallenden Folgekosten für die Unterhaltung und Instandsetzung gedacht worden sei. "Ist das wirklich so gewollt?" Denn bei einer Investition in die Strandgaststätte waren unter anderem ja nicht absehbare Folgekosten bei der Kaufablehnung ins Feld geführt worden.