An der Straße zwischen Dolchau und Vienau soll eine Mastanlage für 30 000 Hähnchen entstehen. Eigentümer ist die Landwirtschaftliche Erzeugergemeinschaft Brunau.

Dolchau l Die verwaisten Stallungen an der Straße zwischen Dolchau und Vienau könnten schon bald eine neue Funktion erhalten. Die Landwirtschaftliche Erzeugergemeinschaft Brunau plant dort eine Hähnchenmastanlage mit etwa 30 000 Plätzen. Der Antrag dafür liegt der Kalbenser Stadtverwaltung seit vergangener Woche vor, wie Bauamtsmitarbeiter Frank Wulff auf Volksstimme-Nachfrage bestätigte.

Das etwa 15 000 Quadratmeter große Areal ist Eigentum der Brunauer Gesellschaft. Dort wurde bis vor anderthalb Jahren Schweinemast betrieben, informierte Eckhard Krüger, einer der drei Gesellschafter der Erzeugergemeinschaft. Seitdem stehen die Gebäude leer. Die Erzeugergemeinschaft betreibt bereits eine ähnliche Anlage in Brunau. Dort sind zurzeit erheblich mehr Hähnchen untergebracht. Ebenso gehört die Biogasanlage zwischen Brunau und Dolchau dazu, die die nötige Energie für die Mastanlage liefert.

Durch die neue Mastanlage zwischen Dolchau und Vienau sollen aber keine Nachteile für die Bevölkerung entstehen, wie Eckhard Krüger gestern gegenüber der Volksstimme erklärte. Es sei pro Woche mit lediglich einem Lkw zu rechnen, der Futter beziehungsweise neue Tiere anliefert. Auch die Geruchsbelästigung halte sich in Grenzen, da man sich an entsprechende gesetzliche Vorgaben bezüglich der Emissionen halte. Gute Erfahrungen habe man bereits in Brunau gemacht. Dort hätte es bislang keine Beschwerden zur Hähnchenmastanlage gegeben.

Der Antrag wird am 28. Mai im Vienauer Ortschaftsrat behandelt. Die Ratsmitglieder müssen sich zur Mastanlage positionieren. Vienaus Ortsbürgermeister Fritz Borchmann sind die Umbaupläne seit Sommer 2013 bekannt. Damals habe es einen Anhörungstermin mit Vertretern des Altmarkkreises Salzwedel und Eckhard Krüger gegeben. Im Prinzip, so Borchmann, spreche nichts gegen die Anlage. Nur für die bis jetzt schon arg in Mitleidenschaft gezogene Gemeindestraße müsse eine Lösung gefunden werden. Durch die Lkw könnte sie noch mehr Schaden nehmen, befürchtet er.