Die CDU ist mit 27,1 Prozent klarer Sieger der Stadtratswahl in Salzwedel. Sie hat Die Linke als stärkste Fraktion abgelöst.

Salzwedel l Wachablösung im Salzwedeler Stadtrat: Die CDU triumphiert und löst Die Linke als stärkste Fraktion ab. Laut vorläufigem Endergebnis verbesserten sich die Christdemokraten von 25,7 auf 27,1 Prozent und haben damit 10 Sitze. Die Linke muss mit 23,1 Prozent einen Verlust von 3,9 Prozentpunkten in Kauf nehmen. Sie ist künftig statt mit 10 nur noch mit 8 Sitzen im Rat vertreten. Um Platz drei lieferten sich SPD und Salzwedel Land bis kurz vor dem Ende der Auszählung ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die SPD hatte schließlich mit 14 Prozent die Nase vorn.

Verlierer der Wahl ist neben den Linken die FDP. Sie verliert zwei ihrer drei Mandate. Viertstärkste Kraft ist die Wählergemeinschaft Salzwedel Land. Dort heißt die Wahlsiegerin Sabine Blümel. Tylsens Ortsbürgermeisterin konnte 581 Wählerstimmen auf sich vereinen. Das ist das beste Ergebnis bei Salzwedel Land. 2009 hatte sie als einzige Spitzenkandidatin den Sprung in den Stadtrat nicht geschafft.

Dort sitzt nun erstmals auch ein Mitglied der neuen Wählergemeinschaft Die Hanseaten. Nils Krümmel holte für seine Wählergemeinschaft 146 Stimmen.

Grüne und Freie Liste für Salzwedel erhielten jeweils ein Mandat mehr. Die Grünen sitzen nun mit zwei, die Freie Liste mit drei Mitgliedern im Rat.

Der Bürgerbund verliert dagegen einen Sitz und wird künftig nur noch von Dirk Jentschke vertreten.

Die Wahlbeteiligung lag mit 43,1 Prozent Prozent deutlich unter dem Wert von 2009. Damals waren noch 61,7 Prozent an die Wahlurnen getreten. Ein Grund dafür dürfte sein, dass die damalige Bundestagswahl mehr Menschen mobilisierte als die Europawahl an diesem Sonntag.

Die mit Abstand meisten Stimmen aller Kandidaten holte erneut Ute Brunsch (Die Linke). Sie konnte 1485 Stimmen auf sich vereinen. Den zweiten Platz in der Gunst der Wähler belegte Peter Fernitz. Nachdem er den Einzug in den Stadtrat 2009 noch verpasst hatte, erhielt er diesmal 1063 Stimmen.Mit 1018 Stimmen folgte Norbert Hundt (SPD) auf Rang drei der meistgewählten Kandidaten.