195 angehende Schulabgänger im Altmarkkreis haben noch keinen Ausbildungsplatz. Die Agentur für Arbeit bietet deshalb am 26. Juni in Salzwedel erneut eine Ausbildungsplatzbörse an, denn 169 Stellen sind noch unbesetzt.

Salzwedel l Das Schuljahr geht dem Ende entgegen. Die Abschlussprüfungen sind zu absolvieren. Dennoch wissen 195 junge Leute im Kreis noch nicht, wie es nach der Schulzeit weitergeht. Sie haben sich noch nicht für einen Beruf entschieden oder befinden sich im Bewerbungsverfahren. Dennoch stehen ihre Chancen auf einen wohnortnahen Ausbildungsplatz nicht schlecht. "Es gibt noch in allen Branchen freie Ausbildungsplätze, vom gewerblichen und handwerklichen Bereich, über kaufmännische Berufe bis zum Hotel- und Gaststättengewerbe", erläutert Markus Nitsch, Chef der Stendaler Arbeitsagentur die aktuelle Situation auf dem Ausbildungsmarkt im Altmarkkreis. Das Verhältnis zwischen Stellen und Bewerbern ist fast ausgeglichen. Momentan gibt es im Kreis 169 freie Ausbildungsplätze. Insgesamt hatten die Unternehmen 347 Stellen gemeldet. Nitsch appelliert an die Jugendlichen, sich schnell zu entscheiden und die gesamte Altmark als Ausbildungsort in Betracht zu ziehen.

Insgesamt hatten bis Ende Mai 396 Bewerber ihr Interesse an einer Ausbildung bekundet. 201 von ihnen haben bereits eine Stelle, besuchen eine weiterführende Schule oder beginnen ein Berufsvorbereitungs- oder Berufsgrundschuljahr, informiert Nitsch.

"Rein zahlenmäßig lagen Angebot und Nachfrage noch nie so dicht beieinander wie in diesem Jahr", erklärt er. Allerdings gebe es zwischen noch unbesetzten Ausbildungsstellen und Berufswünschen der unversorgten Bewerber ein Ungleichgewicht. Nur zwei Ausbildungswünsche - Industriekaufmann und Tischler - finden sich in den noch offenen Stellen der zehn beliebtesten Ausbildungsberufe wieder. Für die übrigen wie Koch, Restaurantfachmann, Fachverkäufer Bäckerei, Mechatroniker, Maschinen- und Anlagenführer, Bäcker, Landwirt oder Metallbauer-Konstruktionstechnik gibt es mehr Plätze als Bewerber. "Gerade in diesen Berufen haben die Jugendlichen noch gute Möglichkeiten eine Ausbildungsstelle zu bekommen", erklärt Nitsch.

Für alle Schulabgänger, die bislang noch nicht den passenden Platz gefunden haben, bietet die Agentur für Arbeit am 26. Juni eine "Last-Minute-Ausbildungsbörse" in der Agentur für Arbeit Salzwedel an. Dort können sich die Jugendlichen einen Überblick über die noch offenen Stellen verschaffen, Vermittlungsvorschläge erhalten oder auch ihre Bewerbungen gleich hinterlegen, die dann an die Arbeitgeber weitergeleitet werden.

Nitsch empfiehlt, bei Bedarf rechtzeitig Ausbildungsbeihilfe (BAB) zu beantragen. Wer selbst prüfen will, ob und in welcher Höhe ihm BAB zustehen könnte, kann dazu den BAB-Rechner im Internet nutzen: www.babrechner.arbeitsagentur.de.