Das Standesamt der Stadt Salzwedel hat eine erfreuliche Vorjahres-Statistik vorgelegt. Denn die Zahl der Geburten und Eheschließungen ist gegenüber 2009 respektabel gestiegen. Außerdem waren weniger Sterbefälle zu verzeichnen.

Salzwedel. 122 Paare haben 2010 im städtischen Standesamt den Bund fürs Leben geschlossen. Das sind deutlich mehr als noch 2009 und 2008. Da hatten sich 103 beziehungsweise 98 getraut. Mit den Eingemeindungen habe der Zuwachs nichts zu tun, glaubt Standesamts-Leiterin Anja Kallabis: "Zu uns kommen schon immer viele Heiratswillige von auswärts, weil ihre Familien hier leben." 13 der 122 Paare verzichteten auf eine feierliche Zeremonie im Trauzimmer und ließen sich im Büro "zusammenschreiben". Der eher unromantische Akt ist jedoch nicht im Trend. Denn 2009 waren es noch 20 Paare, die auf diese Weise ihre Ehe besiegelten. Eine Beurkundung von homosexuellen Lebenspartnerschaften gab es im vorigen Jahr nicht – 2009 waren es 2. Mit jeweils 22 Trauungen waren der Juli und der August die beliebtesten Monate zum Heiraten. Hingegen wagte sich im Januar nur ein Pärchen ins Standesamt.

Die Standesbeamtinnen Anja Kallabis, Simone Kuropka und Gudrun Mau sowie die Sachbearbeiterinnen Ulrike Lücke und Gabriele Kintscher registrierten im Vorjahr zudem 362 Sterbefälle (2009: 371) und 161 Vaterschaftsanerkennungen (130).

Salzwedel verzeichnete 2010 einen regelrechten Babyboom. 441 Kinder kamen in der Hansestadt zu Welt, fast ausschließlich im Altmark-Klinikum. Gegen-über 2009 (409) und 2008 (407) ein deutlicher Zuwachs. Eine mögliche Ursache sei die Schließung der Geburtsstation in Seehausen, so dass sich einige werdende Eltern aus dem Bereich Arendsee für eine Geburt ihres Kindes in Salzwedel entschieden hatten, erklärte Anja Kallabis. Die wenigsten Geburten gab es im April (24), die meisten im Oktober (47). In Salzwedels Betten ging es Weihnachten 2009 also offenbar rund.

Bei den neugeborenen Knaben löste Joel mit neun Nennungen Max in der Namenshitliste ab. Der beliebteste Vorname für ein Mädchen war diesmal Marie, die Sophie nach drei Jahren an der Spitze verdrängte. 260 Babys erhielten einen Vornamen, 166 zwei und 15 drei.