Die Feuchtigkeit in der Vienauer Kirche ist bald Geschichte. In den nächsten Wochen beginnen die Sanierungsarbeiten. Die Kosten dafür belaufen sich auf 16 000 Euro.

Vienau l Fast ein Jahr lang blieb die Vienauer Kirche ungenutzt. Vom Betreten des Gotteshauses wurde abgeraten. Aus gesundheitlichen Gründen. Denn dort hatte sich der Hausschwamm ausgebreitet. Und zwar so extrem, dass Teile des Kirchenmobilars entsorgt werden mussten (Volksstimme berichtete). Zu Gottesdiensten mussten die Besucher auf Kirchen in der Umgebung ausweichen.

Grund für den Schimmelbefall ist die Feuchtigkeit im Gemäuer. Durch Risse in den Fugen sickert ungehindert Wasser in die Wände. Damit soll nun Schluss sein. Das Kreiskirchenamt Salzwedel, unter dessen Verwaltung die Vienauer Kirche steht, hat die nötigen Fördergeldzusagen erhalten. 16 000 Euro sollen die Sanierungsarbeiten kosten. Davon sind 8000 Euro durch private Spenden zusammengekommen, etwa 5000 Euro sind Fördermittel, den Rest übernimmt das Kreiskirchenamt, informiert Baureferent Rainer Wellkisch.

Ähnlich wie in Jeetze, soll in Vienau das Gelände rund um die Kirche abgetragen werden, damit die Feuchtigkeit nicht mehr ins Mauerwerk eindringen kann. Offene Fugen müssen geschlossen, Abflussmöglichkeiten für Regenwasser geschaffen werden. Auch der Sockel des Kirchenschiffs ist sanierungsbedürftig. Gleichzeitig werden in der Kirche der vom Schwamm befallene Holzfußboden sowie der Sand darunter ausgetauscht. Anstelle der Dielen ist ein Fußboden aus Ziegelpflaster geplant. Ebenso müssen die Wände neu verputzt werden.

Ehrenamtliches Engagement gefragt

Dass die Arbeiten endlich beginnen können, liege nicht zuletzt an der hohen Spendenbereitschaft, freut sich Pfarrer Hans-Christof Rösner. Er hatte in der Vergangenheit immer wieder zu Spenden aufgerufen. "Besonderer Dank geht an die Familie von Calben, die sich sehr engagiert hat, und an Rüdiger Palm und seinen Bruder Siegfried, die dabei helfen, wichtige Arbeiten an der Patronatsloge und dem Fundament zu begleiten." Rösner setzt auf das ehrenamtliche Engagement. So übernimmt Kirchenältester Dirk Pelchen in Abstimmung mit dem Kreiskirchenamt die Bauleitung vor Ort. Bürger, die sich an den Arbeiten beteiligen möchten, sind morgen Abend zu einer Informationsveranstaltung in Vienau willkommen. Diese beginnt um 18 Uhr im Saal.

Damit sind die Probleme in der Vienauer Kirche noch nicht behoben. Denn eigentlich müsste noch der Kirchturm saniert werden. Dort gibt es auch offene Fugen sowie ein akutes Taubenproblem. Doch die nötigen Fördermittel müssen erst noch beantragt werden. "Das dauert seine Zeit", dämpft Rainer Wellkisch die Hoffnung auf eine baldige Lösung.