Diesdorf l Es war im tristen Januar, als der Diesdorfer Renè Burtzlaff auf die Idee kam, einen Song zur Fußball-Weltmeisterschaft zu schreiben. "Zu diesem Zeitpunkt gab es aus meiner Sicht null WM-Stimmung. Deshalb dachte ich mir, schreibe mal ein Lied", erklärt Burtzlaff im Gespräch mit der Volksstimme. Ergebnis ist der Song "Weltmeister sein", der bis gestern knapp 12.000-mal auf dem Videoportal Youtube angeklickt wurde.

Text und Melodie stammen aus der Feder von Renè Burtzlaff, der das Stück auf der Gitarre erarbeitet hat. "Mein Kumpel Stephan Meyer hat dann um die Gitarre die anderen Instrumente wie Schlagzeug und Keyboard eingebaut", erläutert der Diesdorfer, der seit seiner Jugend musiziert. Aber: "Als ich wegen meiner Ausbildung von Kalbe nach Diesdorf gezogen bin, ist die Sache etwas eingeschlafen. Mittlerweile habe ich schon wieder einige Lieder geschrieben", sagt Burtzlaff.

Als er seinen WM-Song im Januar eingespielt hat, fiel dem Musiker noch ein, dass er dazu gerne ein Video drehen möchte. Anfang März war der Drehtermin. 30 Mitglieder des Diesdorfer SV wirkten neben Burtzlaff in dem vierminütigen Clip mit.

"Wir haben das Video in der Diesdorfer Mehrzweckhalle und am Hünengrab bei Molmke gedreht", berichtet Burtzlaff. "Die Technik haben wir uns beim Offenen Kanal Salzwedel ausgeliehen und Martin Böhler hat den Clip geschnitten", erklärt der Musiker und fügt hinzu: "Ich hätte niemals damit gerechnet, dass so viele Menschen sich das Video bei Youtube anschauen."

Wer das Lied einmal live hören möchte, sollte am Sonntag zum Hoffest in die Diesdorfer Mosterei gehen. Dort tritt Renè Burtzlaff mit dem Song auf. Oder man sucht einfach bei Youtube unter dem Stichwort "Weltmeister sein" und schaut sich dort das Video an.

Für das Turnier hofft der Diesdorfer, dass die Deutsche Nationalmannschaft ganz oben steht. Die DFB-Elf kann es aus Sicht von Burtzlaff schaffen. "Allerdings gehört zum Titel auch immer etwas Glück dazu. Bei einer WM ist alles möglich", meint der Musiker. Neben dem sportlichen Erfolg wünscht sich der Diesdorfer, dass die Fußball-Euphorie noch steigt. "Derzeit sieht man kaum Fahnen an den Autos", erklärt er. "Aber wenn die Deutschen gut ins Turnier starten, ändert sich das bestimmt schnell", ist sich Renè Burtzlaff sicher.