Salzwedel. Für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge wurden gestern Klaus und Christiane Peters aus Salzwedel geehrt. Jürgen Stadelmann überreichte als stellvertretender Kreisvorsitzender die Urkunde und die Friedrich-Josef-Haass-Ehrenmedaille des Volksbundes. "Sie sind das Rückgrat unseres Kreisverbandes", sagte er. Er würdigte die Arbeit der vergangenen Jahre. So habe das Ehepaar unter anderem den Volkstrauertag in Salzwedel organisiert und einen entsprechenden Rahmen für die Veranstaltung geschaffen.

Bereits seit 1989 engagieren sich Klaus und Christiane Peters für den Volksbund. Als damaliger Landrat des Kreises Havelberg organisierte der heute 67-Jährige den ersten "neuen" Volkstrauertag und war dort maßgeblich am Aufbau des Kreisverbandes beteiligt. Ausdrücklich betonte er dabei sein Verständnis im Sinne der überzeugten, freiwilligen Teilnahme von Bürgern an diesen Veranstaltungen. Seit 1992 ist das Ehepaar im Kreis Salzwedel aktiv. Mit seiner Frau kümmert er sich um das private Gedenken von Angehörigen Gefallener durch Gespräche sowie Kränze und Blumenschmuck. Er pflegt bis heute eine Gräberdatei der Stadt Salzwedel.

Das Ehepaar Peters organisierte auch Jugendreisen Salzwedeler Schüler nach Belgien, die an der Lessing-Ganztagsschule zur Tradition geworden sind. "Ich möchte meiner Frau danken, die mir immer den Rücken stärkt", sagte Klaus Peters gestern. Aus privaten Gründen wolle sich das Paar aber aus der aktiven Arbeit zurückziehen. Es bleibe weiterhin Mitglied im Volksbund.

Christiane Peters erinnert sich an die Anfänge: "Damals ist mein Großvater gefallen, und ich wusste nicht, wo er begraben wurde. So habe ich auch meine eigene Familiengeschichte aufgearbeitet." Für sie war es damals eine Lücke, nicht zu wissen, wo der Großvater, der an den Kriegsfolgen starb, lag. Schließlich fand sie ihn – mit Hilfe des Volksbundes. "Mein Mann sucht bis heute das Grab seines Vaters", so die 55-Jährige. "Der Volksbund möchte wachrütteln und die nachfolgenden Generationen zum Nachdenken anregen", so Dr. Hartmut Pollack. Dabei steht das Anliegen "Versöhnung über den Gräbern" im Vordergrund. Vor allem Soldatenfriedhöfe außerhalb Deutschlands werden betreut. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge wurde im Dezember 1919 gegründet.