Diethard Am-Ende kann sich noch gut erinnern, wie das war: Damals im Jahr 1962, als er als Lehramtsstudent aus Sachsen zur Kartoffelernte in ein Dorf bei Salzwedel bestellt wurde. "Das waren Riesenfelder, wir haben einen ganzen Tag gebraucht, um eine einzige Furche zu bearbeiten", erzählt der Rentner aus dem Erzgebirge.

Den Namen des Ortes hat der 69-Jährige leider vergessen. 52 Jahre nach dem Ernteeinsatz hat er gestern mit seiner Frau Ingrid aber erstmals wieder Salzwedel besucht. Im Gepäck alte Dia-Fotos von dem Dorf, in dem der Einsatz stattfand. Zu gern würde er es noch einmal besuchen und vielleicht mit Menschen sprechen, die sich noch an die Studenten erinnern, die damals in Zeiten der Zwangskollektivierung hier halfen.

Als Erntehelferin in der Altmark im Einsatz war ein Jahr später übrigens auch die spätere Frau von Diethard Am-Ende, Ingrid. "Ich war in Altensalzwedel, glaube ich", erzählt sie. "Es war sehr anstrengend, aber wir waren junge Leute und hatten viel Spaß." Ein Grenzsoldat habe sie damals gar überreden wollen, mit ihr in den Westen zu flüchten, erinnert sich die 67-Jährige. Erkennen Sie das Dorf, in dem Diethard Am-Ende arbeitete? Dann melden Sie sich bei uns unter 03901/838828 oder per E-Mail unter redaktion.salzwedel@volksstimme.de.

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