Hunderte Fiat-Fans trafen sich am Wochenende in Kuhfelde. Neben Party und Fachgesprächen wurden auch die schönsten und ausgefallensten Wagen prämiert.

Kuhfelde l Es ist mittlerweile ein fester Termin im Kalender vieler Fiat-Fahrer - das jährliche Treffen in Kuhfelde. Am Wochenende war es wieder soweit. Hunderte Anhänger der italienischen Automarke aus ganz Deutschland waren mit ihren Fahrzeugen in das altmärkische Dorf gekommen, um gemeinsam zu fachsimpeln, zu feiern und ihre aufgebauten Wagen zu präsentieren.

Aus Bottrop war Marcel Schwarz mit seiner "La Bestia Azzura" angereist. "Ich habe alles an meinem 97er Fiat Coupé selbst gemacht. Für die Teile wie Flügeltüren, DVD-Player und den Kofferraumausbau habe ich mittlerweile rund 30000 Euro investiert", erklärte er.

Schon aufgrund der Farbgebung eines der auffälligsten Autos hatte Tobias Krebs. Der Soldat aus Recklinghausen hat seinen Grande Punto Abarth in den Farben Giftgrün und Orange lackieren lassen. "Bis vor vier Wochen war er noch Schwarz-Rot. Aber nach vier Jahren konnte ich die Farbe nicht mehr sehen", sagte Tobias Krebs, der gemeinsam mit drei weiteren Mitgliedern des MW-Motorsportclubs nach Kuhfelde gekommen war.

Schlange vor dem Juryzelt

Knapp 16000 Euro hat Bernd Benke aus Weferlingen in den vergangenen sieben Jahren in seinen Cinquecento Sporting gesteckt. "Ich bin zwar noch nicht ganz fertig, aber er kann sich auch jetzt schon sehen lassen", berichtete der gebürtige Salzwedeler. Die Arbeiten für den Umbau hat er gemeinsam mit seinen Söhnen erledigt. "Die Scharniere für die Flügeltüren habe ich selbst entworfen. Das Verdeck lässt sich komplett im Fahrzeugheck versenken", zählte Bernd Benke einige Besonderheiten an seinem kleinen Flitzer auf.

Eine lange Schlange hatte sich am Sonnabendvormittag vor dem Zelt der Jury gebildet. Dort gab es nicht nur die Möglichkeit, die Fahrzeuge von Fachleuten in Augenschein nehmen zu lassen. Es ging dort auch um den Preis für das schönste Auto des Treffens. "Wir achten natürlich auf das Aussehen der Autos. Wichtig bei der Bewertung sind aber auch Kofferraumausbau, Verarbeitungsqualität und der technische Zustand sowie die Zulässigkeit der Umbauten", erklärte Jury-Mitglied Ronny Benke.

Auch Nico Ahnert aus Hohenstein-Ernstthal ließ seinen 250 PS-starken Punto bewerten. "Ich bastele schon seit 15 Jahren an dem Auto. Besonders stolz bin ich auf die Lederapplikationen und die eingebaute Playstation 2." Am Abend feierte die Fiat-Gemeinde dann ordentlich bei der After-Show-Party.

   

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