Salsatanzen in den Sonnenuntergang: Dieser Wunsch ging für die Gäste auf dem Mississippi-Shuffle-Boat "Queen Arendsee" in Erfüllung. Ein Ensemble aus dem Wendland zelebrierte den erotischen lateinamerikanischen Tanz im Original. Und im Workshop erlernten die Zuschauer die Schritte.

Arendsee l Was erst allmählich und verhalten begann, entwickelte sich am Freitagabend ganz schnell zu einem echt furiosen Tanzspektakel: Die Gruppe Sol Caribe aus dem Wendland mit Kolumbianerin Luz Marina Suarez an der Spitze riss mit ihrer Salsaperformance die 80 Gäste von ihren Sitzplätzen an Bord der "Queen Arendsee".

Innerhalb von nur wenigen Minuten drängten sich die Paare aus Arendsee und Umgebung auf der kleinen Tanzfläche und schwangen ihre Hüften zu den lateinamerikanischen heißen Rhythmen.

Lassen Sie ihre Hüften locker kreisen, folgen Sie mit ihren Bewegungen der Musik."

Luz Marina Suarez

"Lassen sie ihre Hüften locker kreisen, folgen sie mit ihren Bewegungen einfach der Musik", empfahl die Salsaprofitänzerin. Und dann wies sie im Workshop auf die Schrittfolgen hin, tanzte vor und immer wieder mit Partnern aus dem Publikum.

Im Gegensatz zu vielen anderen Tänzen gibt es beim Salsa keinen einheitlichen Grundschritt, aber den typischen "Vorwärts-Rückwärts Grundschritt auf Eins" hatten bald alle an Bord drauf. Sie tanzten Salsa im Vier-Viertel-Takt und gaben sich der Erotik des Karibikflairs hin.

Salsa, das ist eine Verbindung von afro-karibischen und europäischen Tanzstilen. Sie haben ihren Ursprung im englischen Kontratanz des 17.Jahrhunderts. In vielen Figuren stehen sich die Paare dabei wie beim Gesellschaftstanz üblich gegenüber. Je nach Landessitte und speziellem Stil veränderten sich die Figuren und Schrittfolgen.

"Tanzen Leidenschaft, so wie Salsa überhaupt reine Lust und Leidenschaft ist."

Luz Marina Suarez

Erst Anfang der 1980er Jahre kam der Salsa nach Deutschland. Mittlerweile gibt es in größeren Städten eine Salsaszene. "Ich habe einen Salsakurs an der Volkshochschule in Lüchow-Dannenberg gegeben", erklärte Luz Marina Suarez. Und das habe den Teilnehmern so gut gefallen, dass daraus die Gruppe Sol Caribe hervorgegangen sei.

"Wir treffen uns einmal in der Woche zum Trainingstanzen, das Tanzen ist unsere Leidenschaft", so die Ensemblechefin. "So wie Salsa überhaupt reine Lust und Leidenschaft ist." So einen öffentlichen Auftritt gebe es nicht so oft. "Wir tanzen meist bei privaten Festen wie Hochzeiten und anderen Gelegenheiten", erzählte Suarez. Und bei der Kulturellen Landparty seien Salsa-Workshops auch gefragt.

Das starke Echo auf dem Mississippi-Shuffle-Boat machte Hoffnung auf mehr. In den Tanzpausen ließen sich die Gäste von der Schiffsbesatzung um Kapitän Ralf Porath verwöhnen mit kühlen Getränken und kleinen kulinarischen Stärkungen aus der Schiffskombüse.

Und wem es beim Tanzen zu heiß wurde, der kühlte sich auf dem Oberdeck ab und genoss erst den Sonnenuntergang und später die abendlichen Lichter an den Stegen des Seeufers.

   

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