Der Sportverein Arendsee ist in der Klemme: Sind ab Oktober die Bürgerarbeiter weg, liegt der vier Hektar große Sportplatz brach. Allein können die Mitglieder die Pflege nicht schaffen. Die Forderung an die Stadt: Zustimmung und Geld für Bundesfreiwilligendienstler.

Arendsee l "Ich weiß nicht, wie wir ab Herbst den Laden aufrecht erhalten sollen, wenn die beiden Bürgerarbeiter nicht mehr da sind", erklärte Vorsitzender Gerald Werner vom Sportverein Arendsee am Dienstagabend während der Stadtratssitzung. Er hatte Martin Retzlaff und Dirk Gellrich vom Vorstand zur Unterstützung mitgebracht.

"Es geht um den Punktspielbetrieb, aber auch um das Training unserer Mannschaften", sagte er. Der vor 15 Jahren für viel Geld einschließlich Fördermittel angelegte, vier Hektar große Platz sei Aushängeschild für die Stadt und werde seit Jahren vom Verein solide bewirtschaftet. "Aber allein sind wir nicht mehr in der Lage dazu", machte er den Abgeordneten klar.

Dabei gebe es eine greifbare Lösung. "Mit der Beetzendorfer Beschäftigungsgesellschaft ist eigentlich geklärt, dass die beiden Bürgerarbeiter als Bundesfreiwilligendienstler ab Oktober übernommen werden könnten", so Gerald Werner. "Aber von der Stadt gibt es dazu bisher keinerlei Reaktion auf entsprechende Anfragen", kritisierte er. Dabei handle es sich lediglich um rund 300 Euro im Monat, die dazu bezahlt werden müssten.

"Anderswo beteiligt sich die Stadt und sichert Maßnahmen im sozialen Bereich", meinte er. Aber der Verein leiste auch soziale Arbeit, denn unter den 160 Mitgliedern seien allein 70 Kinder und Jugendliche, die beim Verein trainieren und ihre Freizeit verbringen. "Und auch die neu wiedergegründete Frauenmannschaft - übrigens ein Novum in der Altmark - ist eine Errungenschaft unseres Vereins", betonte er.

"Wir fordern jetzt von der Stadt eine zeitnahe Entscheidung", brachte Werner es auf den Punkt.

Bürgermeister Norman Klebe versprach, sich um eine schnelle Problemlösung zu kümmern. "Aber wir haben auch bisher dem Verein mit Rat und Tat zur Seite gestanden", wiegelte er die Kritik ab. Es sei bekannt, dass die Bürgerarbeit auslaufe. Der neu aufgelegte Bundesfreiwilligendienst sei eine Alternative, aber müsse auch finanziert werden. Das sei im sozialen Bereich, beispielsweise in den Kindereinrichtungen, gelungen. "Aber alles darüber hinaus ist schwierig - die Finanzierung ist der Knackpunkt."