Salzwedel l 16000 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks leisteten beim Hochwasser 2013 1,6 Millionen Stunden Hilfe. Das war der zweitgrößte Einsatz der Organisation in deren Geschichte. 3500 Stunden gehen dabei auf das Konto des THW-Ortsverbandes Salzwedel. Für diese Leistungen erhielten am Sonnabend 23 Ehrenamtliche die Bundesflutmedaille.

Die Salzwedeler Spezialisten trafen sich am 4. Juni 2013 in ihrem Stützpunkt auf dem Fuchsberg, um sich auf die anstehenden Einsätze vorzubereiten. "In den Medien waren bereits die Bilder aus Süddeutschland zu sehen. Doch wir ahnten noch nicht, welche Auswirkungen die Flut auf Sachsen-Anhalt haben wird", blickte der Salzwedeler THW-Chef Nico Lesch zurück.

Am 5. Juni erreichte die Altmärker um 4 Uhr die erste Alarmierung. Es ging für die Helfer zum Kieswerk Magdeburg-Rothensee. "Dort mussten Sandsäcke befüllt und auf Paletten verpackt werden", erinnert sich Lesch. Weitere Einsätze führten die Männer und Frauen nach Wolmirstedt, Fischbeck, Jerichow und Barby. An letzterem Ort legten die Salzwedeler gemeinsam mit dem THW Braunschweig und Calbe einen Pumpensumpf an, um Barby wieder trocken zu legen. Dabei war auch eine Tauchpumpe in Betrieb, die sechs Tage durchgehend lief und knapp 20000 Kubikmeter Wasser förderte. Das Geräte hatte die Sparkasse Altmark West gesponsert, bei der sich Lesch dafür bedankte.

Doch da die beste Technik auch bedient werden muss, werden immer ehrenamtliche Helfer benötigt. Mirko Külz von der THW-Geschäftsstelle Magdeburg ehrte am Sonnabend 23 von ihnen mit der Bundesflutmedaille des Innenministers.