Jugendliche aus ganz Europa kommen nach Arendsee, um die Stadt mit kleinen Projekten zu verschönern. Sie sind unter anderem im Kloster und an der Kaskade aktiv.

Arendsee l In zwei Tagen trifft sich Europa in Arendsee. 75 Jugendliche aus 31 Ländern verbringen ab Donnerstag drei Wochen in der Altmark um sich und die Region kennenzulernen. Doch was sich nach einem großen internationalen Ferienlager anhört, ist noch viel mehr. Denn die jungen Erwachsenen engagieren sich während ihres Aufenthaltes in Arendsee.

"Von 8 bis 13 Uhr ist von Montag bis Freitag Projektarbeit angesagt", erläuterte gestern Wolfgang Meyer von der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt. "Die Arendseer werden uns in der Stadt sehen", ergänzt Meyer. Zum Beispiel an der Kaskade kommen die Teilnehmer des Eurocamps zum Einsatz. "Der Hang wird beräumt, Unkraut gezupft, neue Pflanzen in die Erde gebracht, die Geländer gestrichen", zählte Norman Klebe einige Arbeitsschritte auf. Außerdem verschönern die Jugendlichen die graue Wand an der Südpromenade hinter der Kegelhalle und widmen sich der Arendseer Mühle. Mit 25 Teilnehmer ist das größte Kontingent auf dem Klosterareal aktiv. Dort sollen mehrere Teilprojekte realisiert werden.

Ein Teil der Eurocamper bringt sich auch am Grünen Band ein. "An der Kaserne in Ziemendorf entsteht ein Sinnespfad und direkt auf dem ehemaligen Grenzstreifen an der Wirler Spitze wird ein Amphibienteich für die Kreuzkröte angelegt", blickte Wolfgang Meyer voraus.

Neben den bleibenden Verschönerungsmaßnahmen für Arendsee sind im Rahmen des Eurocamps einige öffentliche Veranstaltungen geplant, zu denen Besucher eingeladen sind. Beispielsweise am 4. August steigt die europäische Filmnacht. Eine Woche lang produzieren die Jugendlichen acht bis neun Kurzfilme, die an diesem Abend im Kloster aufgeführt werden sollen. Und wer gerne mit den Jugendlichen aus ganz Europa feiern möchte, sollte sich den 26. Juli vormerken. Dann steht nämlich im Strandbad eine Beachparty auf dem Programm. "Wenn sich weitere Vereine kurzfristig daran beteiligen möchten, können sie sich gerne bei uns melden", zeigte sich Wolfgang Meyer offen für Unterstützer aus Arendsee und Umgebung.