Salzwedel l Ein riesiges Erdgasfeld könnte im Altmarkkreis Salzwedel ausgebeutet werden. Es erstreckt sich von der Landesgrenze im Westen bis fast nach Gardelegen im Osten und von Klötze im Norden bis in die Börde bei Calvörde im Süden. 328 Quadratkilometer - so groß ist das Gebiet. In dessen Mitte liegt das Bergwerksfeld "Wenze", aus dem bereits seit den 1980er Jahren Erdgas gefördert wird. Bei der neuen Erlaubnis mit Namen "Kunrau" handele es sich um eine mögliche Erweiterung, teilte Wirtschaftsministeriumssprecher Robin Baake mit.

Das Land hat dem Energieunternehmen Gaz de France (GdF) Suez im Jahr 2013 die Erlaubnis erteilt, dort nach Erdgas zu suchen. Ob in dem Gebiet Gas gefördert werden wird, entscheidet sich nach Firmenangaben aber frühestens 2015. Erst müsse geprüft werden, ob an dieser Stelle eine wirtschaftliche Produktion von Kohlenwasserstoffen möglich sei, sagte Hanna Jansky, Sprecherin von GdF Suez E P.

Derzeit würden noch die bereits vorhandenen geologischen Daten untersucht. Bislang hätten noch keine vorbereitende Arbeiten vor Ort stattgefunden.

Inwieweit die umstrittene Fracking-Technologie bei der Erdgasgewinnung zum Einsatz kommen könnte, könne das Unternehmen zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, so die Sprecherin.

Das Erlaubnisfeld durchzieht allerdings etwa die Hälfte des Naturparks Drömling. In dem Gebiet liegen auch Teile des Naturschutzgebietes. "Mit der bisherigen Aufsuchungserlaubnis sind keine konkreten Arbeiten verbunden", sagt Robin Baake.

Die Firma müsste für mögliche Arbeiten einen Betriebsplan einreichen. Dieser Plan müsse vom Landesamt für Bergbau und Geologie genehmigt werden. Und dabei würden auch die Belange des Naturschutzes im Drömling in die Entscheidung einbezogen.