Ein abwechslungsreiches Programm hatte das Team des Mehrgenerationenhauses für Sonnabend vorbereitet. Zum Sommerfest kamen etwa 100Gäste. Die Kinder ließen sich vor allem vom Skateboarden beeindrucken.

Salzwedel l Vor dem Fahren lernen sie das Fallen. Und das kann manchmal wirklich schmerzhaft sein. Umso schöner ist es für die Mitglieder der Skatercrew Goodfoot SB, wenn Kinder sich davon nicht entmutigen lassen, sondern wieder aufstehen und erneut versuchen, einen Trick auf dem Skateboard zu erlernen. Und das verstehen die Profis, die am Sonnabend im Mehrgenerationenhaus sogar ihre eigenen Boards hergeben mussten, auch als Lebenseinstellung.

Die Kinder, die das Sommerfest im Mehrgenerationenhaus besuchten, nahmen das Angebot jedenfalls dankend an. "Wir wollen in den Ferien auf jeden Fall noch mal zur Skateranlage mit den Kindern", sagte der Leiter des Mehrgenerationenhauses, Alexander Rekow. Doch nicht nur am Skaten hatten die Besucher, alte wie junge, ihren Spaß.

Die Kickerfreunde aus Salzwedel zeigten den Besuchern das Spiel mit dem kleinen Ball, Dario und Gianluca Calivà begeisterten gemeinsam mit Karl Kindermann musikalisch. Schon während des Soundchecks versammelten sich Kinder, auf Skateboards sitzend, vor der Bühne.

Malen war am Stand von Achim Dehne angesagt. Er möchte 2016 in der Alten Münze eine Ausstellung eröffnen. Unter anderem soll dort auch ein veränderbares Bild gezeigt werden, für das bereits etliche Holzkisten in unterschiedlichsten Farben bemalt wurden. "Ich habe heute schon Rentner gehabt, Kinder, Ursalzwedeler, Syrer und Iraner", erzählt Dehne, der Wert darauf legt, dass das zweimal zwei Meter große Bild, dessen Stimmung sich durch Herauslassen ausgewählter Farben verändern lässt, von vielen gestaltet wird. Gleichzeitig machte er Werbung für das Salzwedeler Kunsthaus.

Neben vielen anderen Aktivitäten boten die 15 Mitarbeiter und Helfer auch Speisen und Getränke an. Erstmals gab es sogar vegetarische und vegane Köstlichkeiten vom Grill.

Die Zukunft des Mehrgenerationenhauses spielte am Sonnabend keine vordergründige Rolle, sagte Rekow auf Nachfrage. Er zeigte sich aber zuversichtlich, dass mit Stadt und Altmarkkreis eine Lösung gefunden wird, das Haus zu erhalten. Ein positives Signal gab es auch schon von der Bundesregierung, die die Förderphase der Häuser verlängert hat. "Und heute wollen wir einfach nur feiern", sagte Rekow. Das gelang.

   

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