Letzlingen (me) l Bund und Land haben rund 4000 Hektar Waldflächen rund um den Truppenübungsplatz bei Letzlingen getauscht. Diese Areale gelten als militärischer Bereich und sind auf eigene Gefahr frei zugänglich. Für die Zeit eines Camps von Militärgegnern, das vom 16. bis 25. August wieder in unmittelbarer Nähe des Gefechtsübungszentrums stattfinden soll, wird dieses Gelände zum zeitweise militärischen Sicherheitsbereich erklärt (siehe Grafik). Dann ist das Betreten verboten.

Die Antimilitaristen hätten Straftaten gegen die Bundeswehr, staatliche und kommunale Einrichtungen angekündigt, informiert Oberst Gunter Schneider. Es handele sich daher um eine temporäre Maßnahme der Gefahrenabwehr. Es sollen Schilder mit der Aufschrift " Militärischer Sicherheitsbereich, Grenze des Truppenübungsplatzes, Laser- und Übungsbetrieb - Blindgänger!, Lebensgefahr! Unbefugtes Betreten des Platzes ist verboten und wird strafrechtlich verfolgt." aufgestellt werden. Militärisches oder ziviles Personal sei dann auf gesetzlicher Grundlage dazu berechtigt, Personen, die sich in dem gesperrten Bereich aufhalten, zu kontrollieren und im Ernstfall festzusetzen, erklärt Thomas Herzog, Pressesprecher des Gefechtsübungszentrums. Die Wachen seien bewaffnet.

Nach dem Camp würden die Schilder abgebaut und die Flächen wieder für Spaziergänge oder zum Pilze suchen freigegeben. Die Pfähle sollen stehenbleiben, falls es erneut erforderlich ist, den Sicherheitsbereich auszuweisen, so Herzog.

Ziel des Flächentausches ist es, den grünen Gürtel um die Aktionsareale des Heeres mit dem Neupflanzen vom Laub- und Nadelbäumen sowie Büschen zu verdichten. Die Bewohner der Anrainerorte sollen dadurch besser vor Lärm und Staub geschützt werden.