Im Altmarkkreis gilt die höchste Waldbrandgefahrenstufe. Um Brände zu vermeiden, sollten einige grundsätzliche und gesetzlich vorgeschriebene Regeln beachtet werden, informiert der Kreis-Waldbrandschutzbeauftragte Helmut Jachalke.

Salzwedel l Seit einigen Tagen ist für den Altmarkkreis die Waldbrandgefahrenstufe 5 ausgerufen. Das bedeutet höchste Waldbrandgefahr. Die hohen Temperaturen bei geringer Luftfeuchtigkeit haben die Wälder ausdörren lassen. Das gilt auch für andere ohnehin trockene Flächen wie Getreidefelder oder sandige Brach- und Ödlandflächen. Jeder Funke kann dort zu einem Feuer führen. Am häufigsten geschieht dies bei der Getreideernte, etwa wenn Steine in die Maschinen, wie Mähwerke oder Strohpressen geraten, erklärt Helmut Jachalke, der auch Leiter des Betreuungsforstamtes ist. Er richtet einen Appell an die Landwirte, die in der Waldbrandschutzverordnung festgelegten Maßnahmen unbedingt zu beachten. Das bedeutet, dass bei Feldern, die einen geringeren Abstand als 30 Meter zu einem Waldsaum haben, nach dem Anschneiden des Getreideschlages ein fünf Meter breiter Sicherheitsstreifen zu pflügen ist. Viele Landwirte stellen zudem noch einen Wasserwagen bereit.

Weiterhin gilt bei Gefahrenstufe 5, dass die Waldwege nicht verlassen werden dürfen. "Auch nicht zum Heidelbeeren sammeln oder Pilze suchen", mahnt der Waldbrandschutzbeauftragte. So steht es im Feld- und Forstordnungsgesetz des Landes. Darin ist auch festgelegt, dass Waldwege grundsätzlich nur von befugten Personen, wie Jägern, Forstwirten oder Waldbesitzern mit Fahrzeugen befahren werden dürfen.

Momentan sollten Autos auch auf der Einfahrten zu solchen Waldwegen oder am Waldrand nicht abgestellt werden. Rauchen im Wald ist ebenfalls verboten und dass dort keine Feuer entzündet werden, verstehe sich von selbst. Schon eine achtlos aus dem Auto geworfene Zigarettenkippe, die auf trockenem Gras oder Holz landet, könne zu einem Feuer führen. Oft würden Böschungsbrände an Straßen dadurch ausgelöst.

"Alle, die draußen arbeiten oder ihre Freizeit verbringen, sollten momentan sehr, sehr vorsichtig sein", betont Jachalke. Einige Brände seien schon von Grill- oder Lagerfeuern an Kiesseen ausgelöst worden, wie zum Beispiel zwischen Peckfitz und Köckte. "Wir haben da einige neuralgische Punkte, an denen es immer wieder brennt", sagt der Waldbrandschutzbeauftragte und bittet die Bevölkerung, aufmerksam zu sein. Jachalke: "Wer etwas bemerkt - sofort die 110 anrufen".

Die Mitarbeiter des Betreuungsforstamtes überwachen die Wälder des Altmarkkreises, des nordwestlichen Bördekreises und des nordwestlichen Landkreises Stendal vom Computer aus. Das Bildmaterial liefern Überwachungskameras auf den Feuerwachtürmen bei Arendsee, Kuhfelde, Zichtau und Calvörde. "Damit haben wir auch schon Waldbrände in Niedersachsen festgestellt", so Jachalke. Im Gegenzug hätten die Forstleute im Nachbarbundesland Flächen im Altmarkkreis mit im Blick.