Salzwedel l "Es war eine dumme Sache, das Cannabis anzubauen", das gestand sich am Dienstag ein 25-jähriger Angeklagter im Amtsgericht Salzwedel ein. Er und sein Cousin wurden von Richter Klaus Hüttermann zu 2800 und 525 Euro Geldstrafe wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ver- urteilt.

Vorausgegangen war, dass LKA-Beamte am 8. August zwei Kartons mit getrockneten Cannabisblüten auf dem Dachboden eines Angeklagten entdeckt hatten - fast 30 Canna-bissetzlinge. Diese wurden von Juli bis August 2013 groß gezüchtet.

"Es ging meinem Mandaten um den Eigenbedarf", erklärte der Anwalt des 25-Jährigen.

Vor Gericht zeigten sich die beiden geständig. Schon vorab ließen sie dem Richter und dem Staatsanwalt über ihre Anwälte mitteilen, dass sie gestehen werden. Aus diesem Grund dauerte die Verhandlung wegen des Besitzes und Anbaus von Cannabis auch nur eine Dreiviertelstunde.

"Es hat ihn aus der Bahn geworfen, wodurch er zu den Drogen griff."

In seinen Schlussworten erklärte der 29-jährige Angeklagte: "Ja, die Drogen wurden bei mir gefunden. Es tut mir leid." Sein Anwalt jedoch führte weiter aus: "Mein Mandant hat sich erst vor ein paar Monaten ein Haus gekauft. Finanziell war das alles mit seiner damaligen Freundin ausgerechnet, die ihn dann verlassen hat. Es hat ihn aus der Bahn geworfen, wodurch er zu den Drogen griff."

Zugute kam den beiden, dass sie nicht vorbestraft waren, ließ Richter Klaus Hüttermann im Gerichtsaal verlauten. Der 25-Jährige wurde zu 80 Tagessätzen je 35 Euro verurteilt, sein Cousin dagegen zu 15Tagessätzen je 35 Euro.