Mit Schaufel, Hacke, Pinsel und anderen Arbeitsgeräten bewaffnet sind derzeit 70 Jugendliche aus ganz Europa in Arendsee unterwegs. Im Rahmen des Eurocamps verschönern sie die Seestadt bei verschieden Projekten.

Arendsee l Die Sonne knallt vom Himmel, während Jugendliche und junge Erwachsene aus ganz Europa ihre freie Zeit nutzen, um sich ehrenamtlich zu engagieren und Arendsee auf Vordermann zu bringen. Seit nunmehr einer Woche sind die Teilnehmer des Eurocamps in der Seestadt und die ersten Arbeitserfolge sind unter anderem an der Kaskade und an der Mühle deutlich sichtbar.

An der ehemaligen Kaserne in Ziemendorf ist der erste von zwei Barfußpfaden fertig. Die Umrisse des zweiten waren gestern abgesteckt. Wenn dieser gebaut ist, geht es für die Eurocamper ans Grüne Band. An der Wirler Spitze legen acht Jugendliche ein Laichgewässer für Amphibien an.

Auch an der Kaskade wurde während der zurückliegenden Woche einiges geschafft. Beispielsweise haben die Teilnehmer schon einen großen Haufen Unkraut auf dem Hang gezupft und mussten sich teilweise mit stachligen Pflanzen anlegen. Bald kommen neue Pflanzen, die den Wildwuchs ersetzen sollen.

Mit 20 Jugendlichen ist die größte Projektgruppe im Kloster aktiv. Nach dem Entkrauten des Areals befestigen die Eurocamper seit gestern einen Weg zur Ausgrabungsstelle, damit Besucher diese künftig besichtigen können. Heute beginnt außerdem die Vergrößerung des Schuppens, der abschließend von den Teilnehmern farblich gestaltet wird.

Den größten Farbklecks verpassen die jungen Erwachsenen der Mauer hinter der Kegelhalle. Sie haben diese Woche ihr Graffiti vorbereitet und geplant. Freitag wird die Wand grundiert und ab Montag greifen die Teilnehmer zur Spraydose.

An der Arendseer Mühle ist ebenfalls Farbe im Spiel. "Die ausgestellten Geräte waren total verrostet. Wir haben sie mit Bürsten vom Rost befreit und mit einem Schutzanstrich behandelt", erklärt Teamerin Aura Hain. Zuvor haben die Eurocamper beispielsweise den Rasen gemäht und die Mühlentreppe gestrichen. In den nächsten Tagen werden die Hinweisschilder an den Exponaten aufgearbeitet und die deutschen Beschreibungen um weitere Sprachen ergänzt.

   

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