Der "kleine" Hof in Tylsen lud am Sonnabend zu einem Hoffest ein. Viele Interessenten kamen, um sich über das breit gefächerte Angebot zu informieren und etwas über die Haltung der Tiere zu erfahren, die dort leben.

Tylsen l Durch Zufall kam Evelyn Menke in die Altmark. Ein Leben außerhalb des idyllischen Dorfes Tylsen kann sie sich heute nicht mehr vorstellen. Sie war schon damals von der Weite der Landschaft und vom Charme des Dorfes fasziniert. Daraufhin erwarb die gebürtige Westfälin - sie kommt aus Lippstadt - 1999 eine alte Hofstelle in Tylsen. "Es war Glück, da das Haus gerade zum Verkauf freistand", freut sie sich noch heute.

Es sollte ihr Alterswohnsitz werden, doch durch einen Reitunfall kam alles anders. Sie musste ihren Job als Tierärztin aufgeben.

"Wir fühlen uns so, als wären wir angekommen."

Evelyn Menke

Für sie begann ein neues Leben, in dem sie sich entschied, einen landwirtschaftlichen Betrieb aufzubauen. Ziel war es, keine Masse zu produzieren, sondern Klasse - bis heute. Stück für Stück bauten sie und ihr Lebenspartner Norbert Hötzel den kleinen Hof aus.

Am Sonnabend konnten sie auf zehn Jahre "Der kleine Hof in Tylsen" zurückblicken. Für diesen Anlass luden sie zu einem Hoftag ein, an dem Interessenten vorbeischauen konnten. "Wir fühlen uns so, als wären wir angekommen", freute sich Evelyn Menke sichtlich. Während sie die Besucher mit einem Lächeln auf den Lippen begrüßte und sich sehr freute, dass sie sich für das Leben auf dem Hof interessieren, führte ihr Partner Norbert Hötzel die Gäste über den Hof und auf die Weiden, wo die Rinder groß werden, die sie züchten.

"Die Tiere können sich auf den Wiesen austoben."

Norbert Hötzel

Laut Norbert Hötzel haben die Rinder (Rotes Höhenvieh) einen enormen Bewegungsdrang. Dem können sie nachkommen. "Die Tiere können sich auf den Wiesen austoben", erklärt er den Interessenten, die an der Führung teilnahmen.

Neben diesem Angebot konnten die Besucher auch an einer Traktorfahrt teilnehmen. Weiterhin wurden Kutschfahrten angeboten. An Infoständen konnten sich die Interessenten über das informieren, was auf dem Hof angebot und verkauft wird. Freiwillige halfen dem Paar, die anderen Stände zu betreuen. Die jüngeren Besucher tobten sich auf der Strohhüpfburg aus oder nahmen an der Schubkarrenrallye teil.

Den Erlös, der an dem Tag von 11 bis 16 Uhr zusammenkam, werden Evelyn Menke und Norbert Hötzel übrigens dem Verein Lebensraum Land zur Verfügung stellen. Dieser wird damit Schulprojekte unterstützen.

 

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