Das Backofenfest lockte auch bei seiner elften Auflage neugierige Besucher nach Tylsen. Sie ließen sich selbst gebackenen Kuchen schmecken, erlebten Märchen und erfuhren mehr über den Ort.

Tylsen l "Das ist die goldene Gans fürs gleichnamige Märchen", sagt Helene Altenstein, die das Teigwerk zum Backhaus bringt. Hausherr Ullrich Lemme wird sie demnächst in den Backofen schieben, damit sie bis zum großen Auftritt gebacken ist. Dieser müsse vier bis fünf Stunden vorgeheizt werden, um die richtige Temperatur zu haben.

Der Tylsener und seine Frau Ingrid stellen ihr Grundstück, den alten Pfarrgarten, erneut zur Verfügung. Das Fest veranstalten sie gemeinsam mit dem Heimat- und Kulturverein Tylsen. Doch ohne weitere Hilfe ist alles kaum zu meistern. "Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Kuchenspenderinnen aus dem Dorf und dem Nachbardorf und bei allen weiteren Helfern", sagt Ingrid Lemme deshalb auch zur Begrüßung.

Die ersten Gäste seien schon eine Stunde vor dem eigentlichen Festbeginn da gewesen, erzählt die Vereinsvorsitzende Vera Wibbeke, die sich über den Zuspruch freut. Auch Christa Winkler aus Salzwedel gehörte zu den "Zu-früh-Kommern": "Da haben wir noch ein Plätzchen im Schatten bekommen. Jetzt lassen wir es uns gut gehen."

Während Bienenstich, Zuckerkuchen, Streuselkuchen mit und ohne Obst sowie herzhafte Aufstriche auf frischem Brot munden, bereitet Heike Bernhardt, eine langjährige Freundin der Familie Lemme, in der Veranda eine kleine Bühne vor. Die Berlinerin übernimmt spontan die Aufgabe der Märchenerzählerin. Zuerst spielt sie "Rumpelstilzchen". Es folgen "Die goldene Gans" unter der Eibe und später "Hänsel und Gretel" im Backhaus.

Tylsen gefällt Heike Bernhardt durch "seine unheimliche Schönheit". Das Besondere können auch interessierte Backofen-Festbesucher erkunden. Denn sie werden zu einem historischen Rundgang zu den Schlössern und zur Kirche eingeladen. Da lässt sich so manches Detail entdecken.

 

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