Die Straße zwischen Dolchau und Vienau beschäftigte die Vienauer Ortschaftsräte während ihrer Sitzung am Montagabend. Sie wollen nun bei der Stadt eine dauerhafte Sanierung beantragen.

Vienau l Es ist ein Dauerbrennerthema im Vienauer Ortschaftsrat - der schlechte Zustand der Ortsverbindungsstraße zwischen Dolchau und Vienau. "Die Ausbesserungsarbeiten haben leider gar nichts gebracht", sagte Ortsbürgermeister Fritz Borchmann.

Die Ratsleute einigten sich am Montagabend darauf, eine Sanierung bei der Einheitsgemeinde zu beantragen. Es handelt sich um eine Gemeindestraße. Die Finanzierung der erforderlichen Arbeiten sollte aus Sicht der Ortsräte in den Haushalt für das kommende Jahr mit aufgenommen werden. Es müsse eine nachhaltige Lösung her. "Alles andere wäre Flickschusterei", konstatierte der Ortsbürgermeister. Die Landwirtschaftliche Erzeugergemeinschaft Brunau plant Ställe, die sich an der Straße befinden, für die Hähnchenmast auszubauen. Dadurch wird sich der Verkehr auf der maroden Fahrbahn noch erhöhen.

"Wir müssen sehen, welche Haushaltsmittel verfügbar sind."

Bauamtsleiter Rainer Kölsch

Die Gemeinde Vienau hatte vor ihrer Zugehörigkeit zur Stadt Kalbe noch einen Abschnitt der Fahrbahn abfräsen und neuen Asphalt aufbringen lassen. 42000 Euro waren investiert worden.

Es sei in jedem Jahr so, dass in den Ortschaften abgefragt wird, was die dringensten Vorhaben sind und dann Ausschuss- und Stadtratsmitglieder beraten, was umgesetzt werden kann, sagte gestern Stadt-Bauamtsleiter Rainer Kölsch. "Wir müssen sehen, welche Haushaltsmittel verfügbar sind", ergänzte er. Eventuell könnte auch Fördergeld beantragt werden. Priorität hätten momentan Projekte des Landesbaubetriebs oder des Kreises, an denen sich die Stadt mit Eigenanteilen beteiligt, da für diese Vorhaben bereits Fördermittel bewilligt und sie langfristig geplant seien.

Um die gröbsten Schäden zügig und individuell beseitigen zu können, sei der Vienauer Gemeindearbeiter mit Material und erforderlichem Werkzeug ausgestattet worden, betonte der Bauamtsleiter.

Bereits 1994 war die Ortsverbindungsstraße Dolchau- Vienau zur Gemeindestraße abgestuft worden. "Damals wurde festgelegt, dass jeder Ort nur noch mit einer Kreisstraße erschlossen werden muss", erinnerte Borchmann. Für Vienau ist das die Strecke Beese, Mehrin, Vienau. Es sei zu dieser Zeit ermittelt worden, dass dies die stärker frequentierte Ortsverbindungsstraße ist. Das sei aber aus seiner Sicht nicht so, erklärte der Ortsbürgermeister.

"Das hat wirklich eine Verbesserung gebracht."

Ortsbürgermeister Fritz Borchmann

Auch bei dieser Straße gab immer wieder Grund zu Beanstandungen beim Kreis. Oft sei argumentiert worden, dass es dort zu wenig Verkehr gebe und sich die Reparaturen nicht lohnen. Nun sei die Fahrbahndecke mit Splitt behandelt worden. "Das hat wirklich eine Verbesserung gebracht und ist gut geworden", lobte Borchmann.