Salzwedel (me) l In der schönsten Zeit des Jahres steigt auch im Altmarkkreis das Risiko von Haus- und Wohnungseinbrüchen, erklärt Polizeisprecher Frank Semisch. Damit es nach dem Traum- urlaub kein böses Erwachen gibt, sollten einige Sicherheitsmaßnahmen beachtet werden. So sollte nach Möglichkeit gar nicht deutlich werden, dass der Haus- oder Wohnungsinhaber abwesend ist. "Am besten ist wirklich, wenn ein Nachbar oder Verwandter regelmäßig nach dem Rechten sieht", informiert er. Ein überquellender Briefkasten sei für potenzielle Täter ein verräterischer Hinweis.

Auch sollten es sich die Urlaubsreisenden überlegen, ob es tatsächlich erforderlich ist, alle Rollläden herunter zu lassen. Denn das lasse ebenfalls erahnen, "dort ist niemand zuhause". Derjenige, der sich um Haus und Wohnung kümmert, kann auch gebeten werden, gelegentlich das Licht anzulassen. "So etwas ist auch elektronisch zu steuern", berichtet Semisch. Und in Zeiten der Mitteilsamkeit über soziale Netzwerke sollte unbedingt vorher mit der ganzen Familie geklärt werden, was wo gepostet wird. "Die Eltern wissen manchmal gar nicht, dass ihre Kinder per Facebook oder Twitter ihren Freunden mitteilen, dass die ganze Familie im Urlaub ist", weiß der Polizeibeamte. Auch wenn das nur ein begrenzter Personenkreis lesen könne, gebe es Schwachstellen. "Manche jungen Leute haben in den Netzwerken 200 und mehr `Freunde`, die sie zum Teil gar nicht kennen", sagt er. Mit entsprechender krimineller Energie und Online-Kenntnissen lasse es sich in solchen Fällen nicht allzu schwer herausfinden, dass Haus, Hof oder Wohnung verwaist sind.

Weiterhin sei es ratsam, gewisse Sichtachsen auf Haus- und Grundstück zuzulassen. Semisch: "Eine hohe Hecke schützt zwar vor fremden Blicken, erleichtert aber auch Einbrechern ihr Handwerk." Alarmanlagen wirkten abschreckend, seien aber teuer und müssten unbedingt von Fachleuten installiert werden, damit sie wirken. Ein Schild, das aufzeigt "Dieses Haus ist überwacht" oder mit der Aufschrift "Vorsicht, wachsamer Nachbar", sei ebenfalls nicht verkehrt.

Grundvoraussetzung bei jeder Abwesenheit sei natürlich die technische Sicherung über die Haus- und Terrassentüren sowie die Fenster. Wer sich nicht sicher ist, ob er dafür genug getan hat, kann sich ratsuchend an die Polizei wenden, sagt Semisch. Wichtig sei, dass es den Tätern so schwer wie möglich gemacht werde, ins Haus zu gelangen. Je länger der Einbruch dauere und je größer die Gefahr sei, von Nachbarn oder Passanten gesehen zu werden, umso eher geben die Übeltäter auf. Sollte es ihnen gelingen, ihren Raubzug zu vollenden, ist entscheidend, wie schnell der Einbruch entdeckt wird, damit die Polizisten Spuren sichern können.

Diese und viele weitere Hinweise, auch zum Verhalten im Urlaub, wie dem Sichern von Wertsachen, zu Geldtausch und ähnlichem gibt es unter www.polizei-beratung.de.