Erstaunliches gab es am Sonnabend auf einem Roggenfeld bei Jeetze zu beobachten. Moderne und historische Erntemaschinen zeigten nebeneinander eindrucksvoll, wie sich in rund 80 Jahren die Technik entwickelt hat. Der Mühlenverein hatte das Spektakel organisiert. Am Denkmaltag wird gedroschen.

Jeetze l Der Fahr-Mähbinder aus den 1930er Jahren sah beim vom Jeetzer Mühlenverein organisierten Schaumähen neben dem riesigen New-Holland-Mähdrescher wie ein Spielzeug aus. Und doch war die Maschine für die Menschen, die damals in der Landwirtschaft gearbeitet haben, eine große Erleichterung. Schwere körperliche Arbeit, wie das Mähen mit der Kornsense oder das Garbenbinden von Hand, entfiel damit, wissen Gerd und Inge Stubbe aus Jeetze. Beide kennen die Erntemaschine noch im Einsatz. Die Garben wurden aufgeladen und zum Dreschplatz gebracht.

Inge Stubbe zeigte den Zaungästen, die sich das Mähen auf dem Roggenfeld am Plattenweg nach Plathe ansahen, wie die Bündel so aufgeladen werden, das möglichst viele auf den Anhänger passen. Matthias Wilk packte das Getreide mit einer speziellen Forke nach oben.

Zuvor hatte Axel Hübner auf dem Mähbinder ganze Arbeit geleistet. Im Deutz-Traktor, der die Erntemaschine zog, saß Tobias Wilk. Vorneweg oder nebenher marschierten Wilhelm Sasse und Andres Kämpfer, um Anweisungen zu geben oder zu helfen. Das gemähte Getreide wird nun eingelagert. "Am Tag des offenen Denkmals und aus Anlass des 20-jährigen Vereinsbestehens wollen wir zeigen, wie es gedroschen wird", sagte Mühlenvereinsvorsitzender Wilfried Krüger, der alle Abläufe filmte. Eine alte Dreschmaschine wird dann in Gang gebracht und der Weg des Getreides vom Mähen bis zum Mahlen in der Mühle gezeigt.

 

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