80 Jahre Feuerwehr in ihren Orten haben die Hohen- und Siedendolslebener am Sonnabend gefeiert. Die Aktiven gaben dabei einen kleinen Einblick in ihre Arbeit.

Siedendolsleben l Die Gäste des Feuerwehrfestes am Sonnabend in Siedendolsleben hatten auf dem Dorfplatz im Schatten der alten Bäume Platz genommen. Als plötzlich die Sirene auf dem in unmittelbarer Nähe stehenden Gerätehaus heulte, hielten sich die Kinder die Ohren zu. Zwar hatte Wehleiter Dirk Schäfer die Schauübung aus Anlass des 80-jährigen Bestehens der Dolslebener Feuerwehr angekündigt. Das Geräusch war dennoch für die jüngsten Besucher beängstigend. Allerdings wurden sie sofort wieder versöhnt, als zwei Feuerwehrautos mit Blaulicht und Martinshorn um die Ecke bogen. Da rauchte es aus dem Container, der auf der anliegenden Wiese stand und wie eine alte Gartenlaube aussah, bereits.

Das Geschehen simulierte einen Zimmerbrand. Die Einsatzkräfte der Dolslebener und der Diesdorfer Wehr demonstrierten, wie sie im Ernstfall vorgehen würden. Jeden einzelnen Schritt erläuterte Lutz Lüdke, der bis vergangenes Jahr Wehrleiter in Dolsleben war. Zuvor hatte der jetzige Wehrchef bereits das Wissen der Besucher auf die Probe gestellt und gefragt, was bei einem Notruf im Fall eines Brandes an Informationen anzugeben ist.

Nach dem spannenden Szenario mit Löschangriff und dem Vordringen in den verrauchten Raum unter Atemschutz, ging es beschaulicher mit einer Kaffeetafel weiter. Danach berichtete Schäfer aus der Historie. Zur Gründung, die für 1934 angenommen wird, waren es in Hohendolsleben 12 und in Siedendolsleben 17 Bewohner, die den freiwilligen Dienst antraten. Heute sind es zwölf Aktive, die im Ernstfall zur Stelle sind. "Vielleicht findet sich ja noch der ein oder andere, der unser Team verstärken möchte, es würde uns freuen", sagte Schäfer in seiner Festrede.

Zu den Gratulanten gehörten Verbandsgemeinde-Bürgermeisterin Christiane Lüdemann und für die Gemeinde Dähre Michael Olms, die Präsente mitbrachten. Auch eine Abordnung der Partnerwehr aus Ostedt feierte mit. Seit 25 Jahren verbindet die Dolslebener mit den Niedersachsen eine Freundschaft. Und auch die Nachbarwehren waren vertreten.

   

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