Salzwedel l Vier Monate dauerte die Suche nach einem neuen Erzieher für das Mehrgenerationenhaus in Salzwedel Doch als Sebastian Dobras sich am Dienstag der vergangenen Woche die Einrichtung ansah, ging alles sehr schnell. Denn bereits am 1. August nahm er regulär seinen neuen Job auf.

Der 30-jährige Uelzener hat ein Studium im Fach "Soziale Arbeit" absolviert und außerdem seine Ausbildung als Erzieher im Juli beendet. Für den Niedersachsen stand früh fest, dass seine spätere berufliche Erfüllung im sozialen Bereich liegt. Bei diversen Praktika während des Studiums und in der Folgezeit merkte er, dass vor allem die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sein Steckenpferd ist.

Neben Sport beschäftigt sich Sebastian Dobras viel mit Fotografie und möchte damit die Besucher des Mehrgenerationenhauses ebenfalls begeistern. "Das schöne bei der Arbeit im sozialen Bereich ist, dass man seine Hobbys mit einbringen kann", erklärt der 30-Jährige. Deshalb gibt es im Rahmen des Ferienprogramms einen Foto-Workshop. "Ein neuer Kollege bringt mit seinen Ideen immer neuen Schwung rein", freut sich der Leiter der Einrichtung, Alexander Rekow, über die Verstärkung.

Der Chef des Hauses sieht darüber hinaus einen weiteren Vorteile, die die Verpflichtung von Sebastian Dobras mit sich bringt. "Kinder sehen Männer immer anders als Frauen. Deshalb ist es gut, dass wir nun auch einen männlichen Erzieher in unseren Reihen haben", ist sich Alexander Rekow sicher. "Außerdem kann Sebastian mal mit anpacken, wenn wir hier schwere Sachen bewegen müssen."

Den Weg in die Altmark hat Sebastian Dobras mithilfe eines ehemaligen Mitschülers gefunden, der ihn auf das Stellenangebot des Mehrgenerationenhauses aufmerksam machte. "Davor kannte ich Salzwedel nur von Konzerten und dem Smack-Festival", sagt der 30-Jährige. "Das Hansa hat in Uelzen einen guten Ruf. Sowas in der Richtung gibt es dort nicht", erklärt Sebastian Dobras, der in naher Zukunft auch von Niedersachsen in die Altmark ziehen möchte.