Für Hundeschul-Inhaber René Hartmann ist es ärgerlich. Seit den Arbeiten an der B248 können die Teilnehmer nur schwer an den Hundesportplatz kommen. Besonders beschwert er sich über die Informationspolitik des Landesbaubetriebes.

Hoyersburg l Die Baustelle auf der B248 ärgert nicht nur Autofahrer. René Hartmann betreibt dort eine Hundeschule. Sein Trainingsplatz liegt zwischen Klärwerk und Hoyersburg. Mittwochs und sonnabends üben Herrchen und Frauchen mit ihren Vierbeinern ein gut eingespieltes Team zu werden. Doch seit einer Woche ist vieles anders. Die Straße ist aufgerissen, und ab dem Klärwerk ist sie gesperrt.

"Ich habe zwar gewusst, dass die B248 gemacht wird - aber nicht, dass sie ab dem Klärwerk dicht ist", sagt Hartmann. So können die Hundehalter mit ihren Tieren nicht den Platz erreichen. Und die Nachricht hatte er fünf Tage vor Beginn der Arbeiten von einem Mitarbeiter der Baufirma erhalten. Eine vorzeitige Info vom Landesbetrieb Bau Nord habe es nicht gegeben. Und das ärgert den Barnebecker Hartmann. "Hätten sie mich früher informiert, hätte ich reagieren können", so der Hundeschulbetreiber.

Mit seinen felligen Schülern hätte Hartmann Trainingsrunden in der Stadt einlegen können. "Aber das muss ich im Voraus planen", sagt er. Außerdem hätte er seinen Urlaub in die Zeit der Bauarbeiten legen können.

"Da können wir ihm nicht mehr anbieten."

Manfred Krüger, Leiter des Landesbetrieb Bau Nord

Nachdem er von der Sperrung ab dem Klärwerk erfahren hatte, besprach Hartmann mit dem Mitarbeiter der Baufirma eine Lösung. Die Besucher der Hundeschule könnten über den Bauweg die Straße umfahren. Dann kam das erste Training nach Beginn der Arbeiten und mit diesem die Polizei. Die Beamten verlangten eine schriftliche Bestätigung der besprochenen Sonderregelung. Hartmann telefonierte mit dem Landesbaubetrieb. "Wir haben ihm eine Sondergenehmigung angeboten", sagte Manfred Krüger, Leiter des Landesbetriebes. Allerdings sei die Nutzung auf eigene Gefahr. "Das ist das normale Vorgehen. Da können wir ihm nicht mehr anbieten", so Krüger.

Zu den vorgeworfenen Versäumnissen bei der Information der Hundeschule sagt er: "Normalerweise werden diese Anliegen bei der Bauanlaufberatung besprochen. Diese war Anfang Juli." Doch die Handzettel, die in die Postkästen gesteckt wurde, haben Hartmann wohl nicht erreicht. "Ob es einen Fehler in der Kommunikation gegeben hat und gegebenenfall warum, das werden wir noch prüfen", so Krüger.

Für René Hartmann ändert das nichts. Eine Lösung sei die Sondergenehmigung für ihn nicht. "Wenn im Baustellenbereich irgendetwas passiert, sagt die Versicherung: ,Pech gehabt`", sagt er.

Ihm und seinen Kunden bleibt der Umweg über die Wirtschaftswege hinter den Klärteichen mit dem Rad. Oder sie parken an der Hoyersburger Straße und laufen fast einen Kilometer. "Das schreckt meine Kunden ab", so Hartmann. Und so bleiben seine vierbeinigen Trainingsgäste samt Frauchen und Herrchen größtenteils weg. Am Mittwoch kamen sechs Hunde und am Sonnabend vier mit ihren Haltern. "Sonst sind mittwochs 20 bis 30 und sonnabends 10 bis 20 Teilnehmer da", sagt Hartmann.