Roter Teppich für die Promis des Eurocamps in Arendsee: Bei der europäischen Filmnacht im Kloster gab es Preise und Pokale für die acht Streifen über Gesellschaft, menschliches Zusammenleben, Identitätssuche und Überwachung. Zu der Vorführung kamen auch viele Arendseer.

Arendsee l Preise für die beste Filmidee und Kulisse, das beste Kostüm, die besten Schauspieler und Effekte gab es am Montagabend zur europäischen Filmnacht im Kloster Arendsee. Die Organisatoren des Eurocamps rollten den roten Teppich für die gemischten Filmteams aus. Am Start waren Russland, Frankreich, Serbien, Lettland, Griechenland, Tschechien, Finnland und Spanien.

Bevor die einzelnen Streifen über die Leinwand flimmerten, stellten zwei Moderatorinnen die Macher vor. Die kündigten ihre Filme kurz an. In denen ging es um die eigene Sicht der Jugendlichen auf die gesellschaftlichen, politischen und sozialen Probleme unserer Zeit. In acht Kurzfilmen stellten sie ihre Visionen zur eigenen Verantwortung für die globalen Herausforderungen dar.

Dass ihnen das bestens gelang, bewies der minutenlange Beifall nach jedem Beitrag, den nicht nur die Eurocamper selbst ihren Mistreitern zollten, sondern auch die Einwohner der Seestadt.

Den Preis der Jury für die beste Kulisse erhielt das Team Tschechien, das mit "Pivo" die Schwierigkeiten beim Durchwandern von einem Land ins andere darstellte und für mehr gegenseitiges Verständnis gegen Verbote warb. Der serbische Beitrag prangerte den Verpackungswahnsinn an und der finnische die durchgängigen Überwachungsmechanismen. Das machte ein allgegenwärtiges Riesenauge bildhaft verständlich. Aliens spielten im Film der Lettland-Crew die Hauptrolle und die Frage, welcher Teil der Menschheit es wert ist, gerettet zu werden. Für Russland stand die Story von Hase und Wolf Pate und für Frankreich die arme und die reiche Seite der Gesellschaft sowie die eigene Verantwortung dafür. Großartig auch die Identitätssuche der Spanier und die Beeinflussung junger Persönlichkeiten von außen.

Die furiose Preisverleihung wurde von Beifallsbekundungen und der Musik der außergewöhnlich begabten Band begleitet. Es gab Pokale, Baumkuchen und Sekt. Anschließend wurde das Ereignis ausgiebig gefeiert.

   

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