Arendsee (hrä) l Die krankheitserregenden Coli-Keime im Trinkwasser von Arendsee und weiteren 23 Orten haben sich nicht bestätigt. Aber coliforme Keime, auch Umweltkeime genannt, sind bei den letzten Untersuchungen weiterhin nachgewiesen worden, informierte Susanne Ahrens vom Wasserverband Stendal-Osterburg am Freitag auf Volksstimme-Nachfrage.

Seit dem gestrigen Freitag wird deshalb gechlort. "Wir geben dem Trinkwasser im Wasserwerk Arendsee Chlor zu und sorgen mit Spülungen dafür, dass es auch überall ankommt", erklärte sie. Das Chlor sei weder gefährlich noch gesundheitsschädlich, sondern rieche nur stark.

Auf jeden Fall gelte weiterhin das vom Gesundheitsamt angeordnete Abkochgebot für Wasser zum Trinken, Zähneputzen oder Salatwaschen. Am kommenden Montag sollen die nächsten Proben genommen werden, um die Wirksamkeit der Maßnahmen zu testen.

Am Dienstag dieser Woche waren die Keime festgestellt worden. Seitdem muss das Wasser abgekocht werden. Außerdem war zunächst eine der beiden Kammern des Reinwasserbehälters im Arendseer Werk gereinigt worden.

Im Altmarkkreis Salzwedel sind folgende Orte betroffen: Arendsee, Genzien, Gestien, Höwisch, Kläden bei Arendsee, Leppin, Harpe, Zehren, Neulingen, Schrampe, Zießau, Thielbeer, Zühlen, Ziemendorf.