Salzwedel l Die Wasserqualität der Unteren Milde bereitet weiterhin Sorgen. Derzeit liegt der Sauerstoffgehalt in dem Gewässer bei einem Milligramm pro Liter. Fließgewässer mit einer derart geringen Sauerstoffsättigung gelten als sehr stark verschmutzt. Wie die Pressestelle des Altmarkkreises mitteilte, sind der Fluss und die zufließenden Gräben nordwestlich von Kalbe bis zur Milde-Mündung stark organisch belastet. Deshalb bauten Kameraden der Feuerwehr Kalbe und Mitarbeiter des Altmakkreises Salzwedel in einen der hauptwasserführenden Gräben ein Stauwehr ein, das die durchfließenden Wassermengen reduziert. Damit soll verhindert werden, dass sauer stoffarmes Wasser weiterhin in den ohnehin schon belasteten Fluss fließt.

Obwohl die untere Wasserbehörde mehrere Proben entnommen hatte, war es nicht möglich die Quelle der Belastung zu bestimmen. Einer der Gründe für die Abnahme von Sauerstoff in den Flüssen und Gräben ist auch im Absterben von Pflanzen in den Gewässern zu suchen. In der Folge bilden sich organische Säuren, die wiederum den Sauerstoffgehalt des Wassers schwächen.

Die Mitarbeiter des Landkreises überwachen die Entwicklung des Sauerstoffgehaltes der Unteren Milde auch weiterhin. Außerdem werden Landwirte im Einzugsbereich ab Zethlingen flussabwärts gebeten, auf das Ausbringen von Jauche, Gülle, Gärresten oder Sickersaft zu verzichten. Dies gilt insbesondere für Flächen, die am Hang liegen und schon vernässt sind. Pressesprecherin Birgit Eurich weist daraufhin, dass dies einen Verstoß gegen die Düngeverordnung darstellen würde. Darin heißt es unter anderem, dass Landwirte beim Einsatz von Düngemitteln darauf zu achten sollen, dass diese nicht in Oberflächengewässer gelangen.

Bilder