Salzwedel/Beetzendorf (ue) l Schüler aus dem Nordwesten des Altmarkkreises sollen statt des Beetzendorfer künftig das Salzwedeler Jahngymnasium besuchen. Landrat Michael Ziche kündigte am Dienstag während eines Pressegespräches an, entsprechende Neuregelungen den Mitgliedern des Kreis-Bildungsausschusses vorzuschlagen. Konkret verwies Ziche in diesem Zusammenhang auf Dahrendorf und Lagendorf. Wenn der Kreistag der neuen Regelung zustimmt, werden zunächst die neuen Fünftklässler statt nach Beetzendorf nach Salzwedel fahren. Kinder und Jugendliche, die bereits in Beetzendorf unterrichtet werden, bleiben auch dort. Zuletzt war das Gymnasium Beetzendorf durch die Zuordnung des Bereiches Dähre in seinem Bestand stabilisiert worden.

Vier fünfte Klassen in diesem Jahr

Ursache des Vorschlags ist die hohe Übergangsquote aus den Grundschulen des Beetzendorfer Einzugsbereiches an das Gymnasium. Wie Ziche weiter erläuterte, sei in Sachsen-Anhalt für die weitere Schullaufbahn allein der Wille der Eltern entscheidend. So wechseln nach der vierten Klasse bis zu 70 Prozent der Schüler an das Gymnasium. Daher müssen in diesem Jahr vier fünfte Klassen gebildet werden. Das Gebäude in Beetzendorf sei aber nicht für eine vierzügige Schule eingerichtet. Problematisch sei aktuell, einen Raum zu finden, in dem die Schüler ihr Mittagessen einnehmen können.

Nach einem Übergang solle für die Esseneinnahme in Beetzendorf investiert werden, so Ziche. Zwischenzeitlich sei darüber nachgedacht worden, die Aula für die Schulspeisung zu nutzen, was aber seitens der Schule als nicht günstig erachtet wurde. Eine andere Variante bestehe darin, Räume außerhalb der Schule anzumieten, was für die Schüler einen Weg von wenigen hundert Metern bedeuten würde. Eine dritte Möglichkeit bestehe darin, einen Container aufzustellen oder zu bauen.

In Salzwedel sei für die Schüler aus dem Nordwesten des Kreises ausreichend Platz. Das Jahngymnasium, so habe ihm Schulleiter Rainer Aschmann versichert, biete Platz für 1000 Schüler.