Gute Laune im Regen: Beim 14. Inselfest in Langenapel sorgte die Band Tänzchentee für Superstimmung. Etwa 700 Gäste waren am Sonnabend gekommen, um zu Schlager und Charthits zu tanzen. Dabei drohte die Veranstaltung zunächst ins Wasser zu fallen.

Langenapel l Der Preis für das breiteste Grinsen ging am Sonnabend wohl an Jürgen Kupfer. Der Veranstalter zeigte sich rundum glücklich und zufrieden über den Verlauf des 14. Langenapeler Inselfestes. Denn es hatte zunächst danach ausgesehen, als ob die Party sprichwörtlich ins Wasser fallen würde. Freitag wie Sonnabend hatte es immer wieder geregnet. Der Lkw, der am Nachmittag die Technik angeliefert hatte, hatte sich sogar auf dem weichen Boden festgefahren und musste von der Feuerwehr wieder herausgezogen werden.

Doch die Gäste ließen sich davon nicht die Stimmung vermiesen. Nichtsdestotrotz waren am Freitag um die 250 Partygänger erschienen, um die Eröffnung des Festes mit dem Duo DJ Mesic Ast zu feiern.

Dass das Inselfest seinem diesjährigen Thema "Kult" gerecht wird, zeigte sich am Sonnabend. Das mag in erster Linie an der Formation Tänzchentee gelegen haben. Anders, als der Name verlauten mag, heizten die fünf Bernburger Jungs auf der Bühne ordentlich ein. Mit bekannten Schlagern wie "Atemlos" von Helene Fischer, Roland Kaisers "Joana" oder "Du hast mich 1000 Mal belogen" von Andrea Berg wussten sie, die rund 700 Gäste am Sonnabend in Bewegung zu halten. Aber auch aktuelle Charthits durften nicht fehlen, was vor allem das jüngere Publikum freute. Komplettiert wurde die mitreißende Bühnenshow durch die Comedyeinlagen der Bandmitglieder. So schmissen sie sich in verschiedene Kostüme, Frontmann Sascha Pries erschien im silberfarbenen Astronautenanzug. Er ließ es sich auch nicht nehmen, mit den Fans vor der Bühne auch mal anzustoßen, sie zum Mitsingen zu animieren oder sich von ihnen mit einem kühlen Getränk versorgen zu lassen.

Als Dankeschön für den Premierenauftritt in Langenapel überreichte Ortsbürgermeister Frank Wüstemann dem Frontsänger einen Baumkuchen. Wüstemann freute sich, dass auch die 14. Auflage des Inselfestes ein voller Erfolg war und dankte allen Beteiligten, allen voran der Dorfgemeinschaft und der Feuerwehr, die das Fest Jahr für Jahr möglich machen. Denn die Planungen dafür beginnen eigentlich schon ein Jahr vorher, berichtete Jürgen Kupfer.

"Für die 15. Auflage wollen wir noch einen draufsetzen."

Dabei sei es jedes Jahr ein Kraftakt, das Event auf die Beine zu stellen. Schließlich sei das Fest kein Festival, das sich an eine bestimmte Zielgruppe richtet. Ohne die Hilfe und Sponsoren würde es gar nicht gehen. So sei es in der Vergangenheit gelungen, Showgrößen wie Hubert Kah, Geier Sturzflug, Ute Freudenberg und Jürgen Drews auf die Bühne zu holen. "Für die 15. Auflage wollen wir noch einen draufsetzen", so Jürgen Kupfer. Er habe auch schon Künstler im Hinterkopf, die für 2015 in Frage kämen. Vielleicht sind dann auch wieder die Jungs von Tänzchentee mit dabei. Denn ihr Auftritt hatte die Organisatoren nachhaltig beeindruckt.

"Es ist überwältigend, wie uns die Leute mit ihrer Anwesenheit unterstützt haben", freute sich Jürgen Kupfer. Sogar viele der treuen Sponsoren seien vor Ort gewesen, um mitzufeiern. Das hätte gezeigt, welch persönliche Bindung sie zu dem Fest hätten und dass es für sie eine Herzenssache geworden sei.

Neben Tänzchentee sorgte am Sonnabend die Gifhorner Formation Highland Sound für den musikalischen Kontrast. Die Dudelsackspieler Alexandra "Alex" Scheckel und Tom Zimball traten im Schottenrock auf, spielten bekannte Volksweisen und ließen ab und zu ein paar lustige Bemerkungen fallen. Dabei scheuten sie sich nicht, sich unters Publikum zu mischen, um die Gäste zum Klatschen zu animieren oder um bunte Knicklichter auszuteilen. Und wenn es zwischen den Showacts Pausen gab, wusste DJ Wallo sie zu füllen, und zwar mit passender Musik vom Band.

Dieses Mal wurde aus organisatorischen Gründen auf das Kinder- und Familienfest verzichtet, das sich am Sonntag angeschlossen hätte. Das wolle man aber nachholen, informierte Jürgen Kupfer. Möglicherweise ließe es sich in den Tag der offenen Tür der Feuerwehr integrieren, welcher noch in Planung sei.

   

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