Der tägliche Gang in den Garten ist Bernd Böttchers Lebenselixier. Für seine gepflegte Parzelle in der Arendseer Anlage Morgenland wurde er im Wettbewerb von Volksstimme und Bezirksverband der Gartenfreunde mit dem dritten Platz ausgezeichnet.

Arendsee l Betritt man die Kleingartenanlage Morgenland an der Arendseer Bahnhofsstraße am ersten Eingang, geht man zunächst den Weg an hohen Hecken und Zäunen vorbei. Hinter denen entfalten sich wahre Naturparadiese mit üppig blühenden Blumen und Sträuchern, Gemüsebeeten und Obstspalieren.

Vor Bernd Böttchers Refugium begrüßen den Besucher ein riesiger Rizinusstrauch, eine prächtige Canna, indisches Blumenrohr und ein kleiner Torbogen, umrankt von einer Trichterwinde mit blau-lila-farbenen Blüten.

Aber dann fallen zwei andere Blickpunkte auf: Mitten zwischen den Beeten steht ein blau-weißes Zäunchen, unterbrochen vom Symbol von Schalke 04. "Ich bin Fußballfan und vor allem von dieser Mannschaft", erklärt Bernd Böttcher. Und das soll auch jeder gleich sehen. Wenige Meter dahinter hat er seine Laube mit verglaster Rundumveranda - draußen und drinnen liebevoll gestaltet in Blau-Weiß.

Beim Betreten des Gartens, den der 53-Jährige seit 2008 zusammen mit seiner Lebensgefährtin Simone Kirsch bestellt, steht seit diesem Jahr linkerhand ein Insektenhotel. Das ist selbst gebaut und Unterschlupf für Käfer, Raupen, Bienen und anderes Getier.

Dafür gab es zusätzlich Punkte. Ansonsten werde neben Ordnung und Sauberkeit besonders die Dreiteilung der Parzellen bewertet: Obst- und Gemüseanbau, Rasenfläche und Laube zur Erholung. Und so wie bei Böttcher wachsen überall in den 45 Kleingärten im Morgenland Zwiebeln Kartoffeln, Grünkohl, Porree, Erbsen, Äpfel, Kirschen, Erdbeeren und Pfirsiche. "Ich selbst probiere in diesem Jahr mal aus, ob Melonen bei mir was werden", sagt er.

Die Wettbewerbskommission, die seinen als den drittschönsten Garten der Altmark-West-Landschaft einstufte, zollte der ganzen Anlage Platz sechs zu. "Da zählte auch der Gesamteindruck sowie gemähte und gut begehbare Wege", macht er klar.

Und sonstige Aktivitäten würden auch angerechnet. "Wir haben mit unserem Tafelgarten gute Erfahrungen gemacht und setzten das Projekt 2015 fort", meint er.

Kleingärtnern bedeutet für ihn draußen an der frischen Luft sein, im Grünen arbeiten, sich erholen und mit anderen fachsimpeln.