420000 Euro will die Stadt in den Ausbau der Neutorstraße investieren. Auf einer Länge von 190 Metern soll die Straße grundhaft saniert werden. Der Hauptausschuss beschließt am kommenden Mittwoch über die Großinvestition.

Salzwedel l Es soll der letzte große Schritt bei der Sanierung eines ganzen Quartiers werden. Nach der bereits erfolgten Erneuerung von Radestraße, Salzstraße, Schmiedestraße, Stabensteg und Mühlenweg will die Stadt nun das viel befahrene Nadelöhr Neutorstraße zwischen Westermarktstraße und Brücke Tiburtiusgraben in Angriff nehmen.

420000 Euro hat die Verwaltung für die aktuell nur notdürftig geflickte Strecke eingeplant. Da es sich um eine Straße im Altstadtgebiet der Hansestadt handelt, stünden nach Auskunft von Marketingamts-Mitarbeiter Andreas Köhler 84000 Euro Fördermittel aus dem Programm der Städtebaulichen Sanierung zur Verfügung. Voraussetzung für den Baustart ist allerdings die Zustimmung des Hauptausschusses. Nach einer gemeinsamen Sitzung von Verkehrs- und Bauausschuss am Montag befassen sich seine Mitglieder am Mittwoch abschließend mit dem Thema.

Stimmt das Gremium zu, soll die 190 Meter lange und 4,25 bis 6 Meter breite Straße mit einer Asphaltdecke gestaltet werden. Gleichzeitig soll sie eine neue Gosse aus Porphyr-Pflastersteinen sowie neue Bordsteine aus vorhandenen Sandsteinborden erhalten.

Vorgesehen sind daneben jeweils zwei Meter breite Parkstreifen mit Sandsteinpflasterung. Neue Gehwege mit einer Breite von 60 bis 140 Zentimetern - einseitig auch für Rollstuhlfahrer passierbar - sollen das Antlitz der Strecke abrunden.

Bestandteil der Sanierung werden darüber hinaus eine neue Regenentwässerung und Straßenleuchten mit Altstadt-Lampen sein, wie sie bereits in der Schmiedestaße vorhanden sind. Zu einem möglichen Baubeginn wollte sich Andreas Köhler nicht äußern. Zunächst müsse das Thema in den Gremien diskutiert werden.

Altstadt auf feuchtem Grund

In den vergangenen Jahren hatte die Stadt bereits die ebenfalls im Altstadtgebiet befindlichen Querstraßen zur Neutorstraße mit historisierendem Kopfsteinpflaster sanieren lassen. Allein in den Ausbau der Radestraße waren dabei im vergangenen Jahr 350000 Euro geflossen. Auch hierfür hatte die Stadt Fördermittel aus dem Programm der Städtebaulichen Sanierung erhalten.

Geschichtlich betrachtet befindet sich das Gebiet der Salzwedeler Altstadt auf sehr feuchtem Untergrund. Bei Ausgrabungen in der Radestraße hatten Mitarbeiter des Landesamtes für Archäologie zahlreiche Bohlen mittelalterlicher Holzstraßen gefunden. Solche dürften sich auch im Untergrund der Neutorstraße finden.

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