Er malt altmärkische Landschaften und Stadtansichten in Acryl, als Aquarelle und als Grafiken: Kunsterzieher Otto Mewes aus Kleinau, bekannt als Bodendenkmalpfleger, Archäologe und Museumsleiter. Nun stellt er seine Bilder im Arendseer Kreuzgang aus.

Kleinau l "Ich war zwar Kunsterzieher, aber jahrzehntelang standen meine anderen Steckenpferde im Vordergrund", erklärt der 75-jährige Kleinauer, bestens bekannt als engagierter Bodendenkmalpfleger, Archäologe, Kenner altmärkischer Kirchenkleinode und Museumsleiter. "Nun habe ich vor zweieinhalb Jahren den Entschluss gefasst, es anderen Kollegen gleichzutun und ebenfalls eine Ausstellung zu initiieren und zu präsentieren", sagt er. Und weist auf die Staffeleien und die ebenfalls mit Bildern dekorierten Wände seines Ateliers. Das hat er sich schon lange eingerichtet im Obergeschoss seines Hauses, in dem er mit seiner Frau Erika lebt. Es steht am Ortsrand, mit freiem Blick auf ein Wäldchen und die Felder.

"Hier oben ist mein Reich, in das ich mich gern zum Malen und Musikhören zurückziehe", erzählt er. Jazz und Klassik inspirieren ihn beim Malen oder beim Gespräch mit guten Freunden, mit denen er gern gesellige Stunden im Atelier verbringt.

In den Bildern des Kleinauers spiegeln sich alle seine Interessengebiete wider von der heimatlichen Architektur, Stadtansichten, Dorfkirchen, über Hünengräber, alte Windmühlen bis natürlich zu den Landschaften. "Ich fotografiere Bauten gern ab und nehme sie als Vorlage", erläutert er. Aber seine Werke seien natürlich keine fotorealistischen Abbilder davon. "Da lasse ich mir schon künstlerische Freiheiten", so Mewes.

Die Sonnenuntergänge am Arendsee, mal mit Segelbooten, mal ohne, auch mit Schilf im Vordergrund, habe er so oft gesehen, dass er sie aus dem Gedächtnis wiedergeben könne.

Auch ehemalige Schüler als Gäste willkommen

Mewes malt mit Acrylfarben, aber am liebsten verwendet er Aquarellfarben. "Ich liebe diese weichen ineinanderfließenden Farbübergänge", schwärmt er. "Eigentlich reichen die Grundfarben Rot, Gelb und Blau, zusammen mit Weiß und Schwarz aus", meint er. Die Zwischentöne mische er sich selbst auf seinen Paletten. Nur manchmal greift er gern auf fertiges Umbra oder Siena zurück. Aber das Grün aus der Tube zum Beispiel sei ihm viel zu grell und unnatürlich.

Das Malen und Mischen mache ihm großen Spaß. "Seit ich angefangen habe, sind 100 Bilder entstanden", verrät er. Aber nur ein Teil davon präsentiere er in seiner Ausstellung, die am Sonnabend, 7. September, um 14.30 Uhr in der Kleinen Galerie im Kreuzgang des Arendseer Klosters eröffnet werde. "Ich hoffe sehr, dass auch ehemalige Schüler hinkommen und das Schaffen ihres alten Lehrers begutachten", fügt Otto Mewes an.