Im Eigenbetrieb Kindertagesstätten der Hansestadt läuft alles im grünen Bereich. Allerdings gibt es keine Hortplätze mehr, die Grenzen der Kapazitäten sind erreicht.

Salzwedel l Einen engagierten und inhaltsreichen Bericht hat Doris Gensch, Leiterin des Eigenbetriebes Kindertagesstätten, im Betriebsausschuss abgegeben. Sie freute sich am Dienstagabend in der ersten Sitzung nach der Wahl auf eine "vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit" mit den neuen Mitgliedern des Gremiums. Danach ging es aber sofort ans Eingemachte.

"Die städtischen Horte sind voll, es geht nichts mehr, wir haben die Grenzen unserer Kapazitäten erreicht", sagte Gensch. Ursprünglich verfügt die Hansestadt über 430 Hortplätze; durch Ausnahmegenehmigungen sei es gelungen, deren Zahl auf 482 zu erhöhen.

Doch nunmehr sei der Höchststand erreicht. Deshalb müssen laut Doris Gensch Wartelisten eingeführt und das Angebot auf 468 Plätze gesenkt werden. "Ein Anspruch auf einen Hortplatz besteht bis zum 14. Lebensjahr", erläuterte Gensch auf eine Frage von Bernd Kwiatkowski (CDU).

142 Fachkräfte betreuen 1117 Kinder

Für das Jahr 2015 geht die Stadt von 1143 sogenannten "Betreuungsvereinbarungen" aus. Bereitgestellt werden deshalb 225 Krippen-, 450 Kindergarten- und 468 Hortplätze. Mit Stand zum 1. September betreuen in Salzwedel 142 pädagogische Fachkräfte 1117 Kinder in den 13 städtischen Einrichtungen.

Auch baulich ist in der Baumkuchenstadt einiges im Gange. "Die geplanten baulichen Maßnahmen laufen", sagte Gensch. Allerdings müsse teilweise noch auf die erforderlichen Genehmigungen gewartet werden. Mit Blick auf das Großprojekt in und an der kombinierten Kindertagesstätte "Max und Moritz" sagte Gensch während der Ausschusssitzung, dass im ersten Bauabschnitt mit "erheblichen Verzögerungen" gerechnet werden müsse.

20 Prozent der Kosten kommen von den Eltern

Den für 2014 beschlossenen Wirtschaftsplan bezeichnet sie als solide. Es sehe gut aus, so "herauszukommen, wie es auch geplant war". Insgesamt liege man wirtschaftlich gut im Plan. Zur Finanzierung sagte die Leiterin des Eigenbetriebes, dass die Elternbeiträge rund 20 Prozent der Gesamtkosten ausmachten.

Einstimmig genehmigte der Ausschuss am Dienstag den Wirtschaftsplan für das Jahr 2015, der ein Volumen von 8,2 Millionen Euro umfasst. Mit 6,9 Millionen Euro schlagen die Personalkosten zu Buche. Der Wirtschaftsplan geht von einem Fehlbetrag von knapp 3,7 Millionen Euro aus. 2014 waren es noch knapp 800000 Euro mehr.