Programm Interkulturelle Woche

Sonntag, 21. September:
- 14.30 Uhr Diakonisches Werk, Hopfenstraße, Salzwedel Eröffnungsgottesdienst mit dem Posaunenchor Bergen/Dumme und dem Aussiedlerchor der Diakonie

Dienstag, 23. September:
- ab 10 Uhr beim Jugendmigrationsdienst, Sonnenstraße4, Salzwedel, Tag der offenen Tür der Arbeiterwohlfahrt mit Einbürgerungstest zum Ausprobieren, Spiel- und Bastelcke und Trommelworkshop
- ab 16.45 Uhr, Zethlinger Langobardenwerkstatt, Sitzung Kulturausschuss mit Vortrag von Abdoul Coulibaly, Integrationskoordinator in Magdeburg

Mittwoch, 24. September:
- 18 Uhr, Musikschule Salzwedel, Jenny-Marx-Straße Konzert mit Musik aus aller Welt gespielt Musikschülern

Donnerstag, 25. September:
- Kreisvolkshochschule, Karl-Marx-Straße 15 Tag der offenen Tür
- ab 9.30 Uhr Interessenten sind zu einem Integrationskurs eingeladen
- ab 11 Uhr Gespräch mit Teilnehmern und Dozenten

- 8.45 bis 10 Uhr, Stadt- und Kreisbibliothek Geschichten zum Thema "Anders sein" für Viertklässler

Freitag, 26. September:
- 14 bis 18 Uhr, Mehrgenerationenhaus, Sonnenstraße 4 Spiel und Spaß mit Hüpfburg, Aktion Musik, Angeboten der Arbeiterwohlfahrt, Skate-Workshop, Kickern und Kunst
- 18.30 Uhr "Holi-Flashmob" im MGH

Sonnabend, 27. September:
- 19 Uhr, Kirche St. Georg, Konzert mit Jörg Bieber und Band (Gospel und eigene Stücke)

Salzwedel l Flyer erstellen und mit den Trägern absprechen: Die anstehende interkulturelle Woche beschäftigt Evelyn Kleinert dieser Tage viel. Sie ist die neue Integrationskoordinatorin des Altmarkkreises Salzwedel.

Wie der Name sagt, soll die 34-Jährige zum einen Leistungen von Trägern abstimmen und evaluieren, die soziale Aufgaben für Menschen mit Migrationshintergrund anbieten. Die Stelle ist erstmal auf ein Jahr befristet. Finanziert wird sie vom Land.

Ein Schwerpunkt der Arbeit von Evelyn Kleinert werden die beruflichen Abschlüsse von hier lebenden Migranten sein. "Jeder hat das Recht, das innerhalb von drei Monaten seine Qualifikation geprüft wird - unabhängig vom Aufenthaltsstatus", erklärt Kleinert. Nur wenige Migranten nutzen bislang diese Möglichkeit. Ein Weg auf den Arbeitsmarkt bleibt ihnen so versperrt.

Sie werde einen Überblick erarbeiten, welche Qualifikationen die im Altmarkkreis lebenden Migranten haben und wie es mit ihrem Sprachniveau aussieht. Zudem vermittelt sie die Menschen an die zuständigen Stellen weiter. Denn bis zur endgültigen Anerkennung ihrer Berufsabschlüsse ist es ein weiter Weg. Am Ende entscheiden die Kammern und zuständigen Stellen der Berufszweige, ob das Wissen mit dem Ausbildungsstand in Deutschland vergleichbar ist.

Außerdem wird Kleinert Schulen beraten, an denen Kinder aus Flüchtlingsfamilien unterrichtet werden. Diese haben die Möglichkeit, Zusatzstunden für Deutschunterricht zu beantragen.

Die Soziologin hat in Leipzig promoviert. Dort hat Evelyn Kleinert zuvor als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschung und Lehre gearbeitet. Ein guter Grund für den Wechsel in die Altmark ist für die 34-Jährige das Ökodorf Poppau gewesen.