Henningen/Salzwedel l Mitglieder der Bürgerinitiative (BI) für den Erhalt der Grundschule Henningen haben gestern 1666 Unterschriften an den Vorsitzenden des Kreistages Heinrich Schmauch übergeben. Sie nutzten die Kreistagssitzung, um öffentlichkeitswirksam auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen. Der Grundschulstandort ist ab dem Schuljahr 2021/2022 gefährdet. Hintergrund ist die Verordnung zur Schulentwicklungsplanung des Landes, die ab 2017 Mindestschülerzahlen von 15 im Eingangsjahrgang vorschreibt. Diese würden ab 2021/2022 ohne eine Änderung der Einzusgebreiche zugunsten der Grundschule Henningen nicht mehr erreicht. So steht es in der aktuellen mittelfristigen Schulentwicklungsplanung des Altmarkkreises, die der Kreistag im Dezember 2013 beschlossen hatte.

Die Salzwedeler Stadtverwaltung hat inzwischen neue Berechnungen vorgenommen. Nach dieser Prognose wäre der Grundschulstandort auch mit dem jetzigen Einzugsbereich gesichert. Juliane Michel von der BI bat gestern die Kreistagsmitglieder, diese neuen Daten in die Schulentwicklungsplanung aufzunehmen.

Landrat Michael Ziche stelle die Zahlen der Stadt in Frage. "Wir reden hier über Schüler, die noch gar nicht geboren wurden", sagte er. Der Kreistag könne seine Planung nur Grundlage der Bevölkerungsprognose des statistischen Landesamtes aufbauen, das sei gesetzlich vorgeschrieben.

Nach Volksstimme-Informationen hat die Stadt einen Antrag an das Stark III-Förderprogramm für die Grundschule Henningen gestellt. Dies musste bis zum heutigen Dienstag erfolgen. Unter anderem ist eine Sanierung der Heizungsanlage geplant.