Die Blaualge blüht auf dem Arendsee: die Schlieren bedecken das Wasser im Strandbad. Das Szenario blieb zum Glück während der Saison aus. Das Thema Seesanierung wird bei der Herbsttagung der Arbeitsgemeinschaft Der Arendsee im Mittelpunkt stehen.

Arendsee l Fast unbemerkt von Spaziergängern und Radfahrern hat sich dieser Tage die Blaualgenblüte auf dem Arendsee ausgebreitet. Im Strandbad waren die Schlieren im Uferbereich und an den Stegen sichtbar. Allerdings stört das jetzt nach dem Saisonende keinen Badegast mehr. Im Sommer war das Problem zum Glück nicht aufgetreten.

Auch 2013 war ein Jahr ohne die Massenentwicklung der Blaualgen, zumindest während der Hauptbadezeit. Aber in den Vorjahren war es schon zu Einschränkungen und zu Warnungen des Gesundheitsamtes gekommen.

Die Algen sind ein Zeichen dafür, dass der See sehr nährstoffreich ist. Seit Jahren bemühen sich Forscher um eine Eliminierung des Phosphors aus dem Gewässer. Die Wissenschaftler vom Berliner Leibniz-Institut für Gewässerökologie (IGB) hatten bereits 2009 eine Sanierungsmethode favorisiert. Die sogenannte Phosphorfällung sollte mit Hilfe des chemischen Elements Polyaluminiumchlorid erfolgen.

Das Verfahren wurde vorgestellt und weiter optimiert. Untersuchungen wurden angestellt, um die Hauptursache der Belastung zu finden. Weitergehende Tests laufen derzeit in einem Versuchsfeld in Ufernähe auf der Stadtseite. Dort sind die Forscher den Phosphoreinträgen im Grundwasser auf der Spur (Volksstimme berichtete).

Darüber wird Michael Hupfer vom IGB während der Herbsttagung der Arbeitsgemeinschaft Der Arendsee am Sonnabend, 18. Oktober, berichten. Die Tagung beginnt um 10 Uhr im Kindererholungszentrum. Dazu lädt AG-Vorsitzender Gert Reckling alle Mitglieder und interessierte Zuhörer ein.

Informationen zu den Sanierungsvorbereitungen und zum möglichen Zeitablauf liefert Friedemann Gohr vom Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft. Den Teilnehmern wird außerdem eine Darstellung der Genehmigungsverfahren durch den Altmarkkreis Salzwedel geboten. Mit im Boot ist auch das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt des Landes.

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