Ohne den Wirtschaftshof geht in Arendsee gar nichts. Neben ihrem Arbeitspensum an Grünflächen, Straßen und Wegen erledigen die Männer Sonderaufträge. Ohne sie würde manche Veranstaltung nicht stattfinden. Das stellte der Kulturausschuss jetzt fest - und fordert die Sicherung des Standards ein.

Arendsee l "Wir sollten sichern, dass der hohe Standard an Veranstaltungen gehalten wird", erklärte Ausschussvorsitzender Thomas Schlicke während der Sitzung des Sozial- und Kulturausschusses am Mittwochabend. Und zählte solche Großereignisse wie das Euro-Camp, den Triathlon, Deutsche Meisterschaften im Laser-Segeln, Simsonrennen, Arend- drago und andere Veranstaltungen im Strandbad auf. Nicht zu vergessen Theater, Konzert und Kunstausstellungen und mehr im Kloster als kulturellem Zentrum.

Es sei zu zeitaufwendig, alle Ereignisse einschließlich der im Umland aufzuzählen. "Und in den Dörfern würden die Feiern und Feste ohne das private ehrenamtliche Engagement gar nicht stattfinden", betonte er.

In Arendsee selbst geht es nicht ohne den Wirtschaftshof. Die Männer um Einsatzleiter Ralf Tröster haben neben ihrem Arbeitspensum zur Grünflächenpflege, bei Reparaturen an Wegen und Straßen, Reinigungs- und Mülldienst noch ein zusätzliches Betätigungsfeld: Sie bauen Bühnen auf und ab, sorgen für Bänke und Tische sowie Händlerbuden bei Märkten, Sport- und Kulturveranstaltungen. "Ohne den Wirtschaftshof würde manches gar nicht erst stattfinden", machte Schlicke seinen Standpunkt deutlich. Denn diese Leistungen seien der einzige Beitrag der Stadt zur Sicherung solcher Ereignisse. "Finanziell gibt es keine Unterstützung", stellte er eine bekannte Tatsache fest.

"Trotz knapper Personaldecke ist der Wirtschaftshof immer zur Stelle", lobte er. "Es ist deshalb unverständlich, dass er verkleinert, Arbeiten ausgelagert werden sollen", kritisierte er und warnte gleichzeitig davor, Technik und Personal sowie die bisherige Hilfe weiter zurückzufahren.

Mit der Zukunft des Wirtschaftshofs muss sich der neue Stadtrat beschäftigen. Durch den großen Wirkungsbereich der Mitarbeiter in der gesamten Einheitsgemeinde ist es schwierig, allen gerecht zu werden. So gibt es Pläne, bestimmte Aufgaben wie den Winterdienst an Fremdfirmen oder die Jeetze Landschaftssanierungs GmbH zu vergeben.

Gerade von Ortsbürgermeistern gibt es immer wieder und verstärkt Kritik, dass die Ordnung und das Ortsbild unter dem ihrer Meinung nach nicht gerecht verteilten Einsatz der Männer leiden. Die veraltete Technik ist ein weiterer Kritikpunkt. Allerdings wurde die erst mit dem Kauf eines Teleskopladers aufgepeppt. (Volksstimme berichtete).