Von Arno Zähringer

SalzwedeL l Als eine "ehrgeizige und engagierte Idee" bezeichnet Constanze Neuling, Leiterin Tourismus vom Kultour-Betrieb Salzwedel, das Projekt der Hansestadt Salzwedel, eventuell in Zusammenarbeit mit der Stadt Arendsee eine Landesgartenschau auszurichten (die Volksstimme berichtete mehrfach). Sollte es zu einer Umsetzung des Vorhabens kommen, rechnet sie mit zusätzlichen Tages- und Übernachtungsgästen. Allerdings könne sie in diesem Zusammenhang nicht auf Erfahrungen aus der Vergangenheit zurückgreifen. "Wenn ich nachfrage, werden meine Kollegen in Aschersleben oder Wernigerode mir ihre Erfahrungen bestimmt mitteilen."

Mit Blick auf nachhaltige Auswirkungen auf die touristische Anziehungskraft sagt Neuling: "Für eine Landesgartenschau wird neben den Garten- und Parkprojekten die touristische Infrastruktur erneuert und verbessert werden. Dadurch können Gäste später davon profitieren. Ein Besucherlenkungssystem ist so ein Beispiel. Die Wahrnehmung der Region von Arendsee bis Salzwedel in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus wird zunehmen."

Ob eine Landesgartenschau ebenso wie eine Bundesgartenschau vom Reisemarkt nachgefragt wird, müsse noch erkundet werden, sagte Neuling. Unklar ist momentan noch, ob das bestehende Übernachtungsangebot von privaten und gewerblichen Anbietern einen möglichen Ansturm auffangen kann und den Geschmack der Gäste mit Blick auf Ausstattung und Bequemlichkeit trifft. Neuling ist aber davon überzeugt, dass der, der als guter Gastgeber und Vermieter auftritt, sein Angebot so nachhaltig gestalten wird, dass es über ein Ereignis hinaus besteht. "Impulse können schon erzeugt werden."