Eine Arbeitsgruppe mit acht Mitgliedern soll ein Konzept für die strategische Entwicklung der Luftkurort Arendsee GmbH aufstellen. Die Zukunft von Strandbad, Campingplatz, Tourist-Information und "Queen" soll geplant werden. Dazu kommt das energetische Projekt zur Nutzung der Geothermie.

Arendsee l "Müsste nicht erst einmal ein schlüssiges Konzept für die Stadt vorliegen und klar sein: Wohin wollen wir im Tourismus? Soll er auf Familien, Jugend oder Senioren ausgerichtet werden?", erklärte Stadtrat Uwe Walter am Montagabend während der öffentlichen Sitzung des Wirtschaftsförderungsausschusses im Seglerheim am Arendsee. Erst dann könne sich doch daran auch die Luftkurort GmbH mit ihrem Konzept orientieren.

Klein anfangen und Strategie aufstellen

Das sah Ausschussvorsitzender Jens Reichardt ganz anders: "Wir fangen klein an und wollen die Strategie für die Weiterentwicklung der Bereiche der GmbH aufstellen", betonte er. Auf die Fragen einzelner Ausschussmitglieder, für was denn dieses Konzept außer den bestehenden Aufgabenbereichen und Vorhaben der GmbH noch so stehen solle, antwortete er kurz: "Das genau soll ja Anliegen der Arbeitsgruppe sein." Das solle nicht schon im Vorfeld zerredet werden. Aber auf jeden Fall solle der energetische Aspekt eine wesentliche Rolle spielen, denn die Nutzung der Geothermie sei einer der Firmenzwecke.

Acht Mitglieder starten am 5. November

Ob die von Stadtrat Thomas Schlicke während einer Beratung des Sozialausschusses angeregte Zielrichtung Bad Arendsee realistisch sei, wolle er nicht diskutieren, so Reichardt. Dann stimmten die Ausschussmitglieder über die Anzahl der Mitwirkenden in der Arbeitsgruppe ab. Nach einiger Diskussion einigten sie sich auf die Zahl acht.

Und am Ende waren alle einmütig Mitglied: Jens Reichardt, Matthias Goyer, Petra Hennigs (in Vertretung für Hartmut Baier), Hans-Georg Kempcke und Uwe Walter. Dazu kommt noch GmbH-Geschäftsführer Michael Meyer, der mit am Beratungstisch saß.

"Aber die GmbH muss nicht mit zwei Leuten vertreten sein, eine Person reicht", betonte Reichardt. Dafür soll Bauamtsleiter Gert Reckling noch mit ins Boot. Und Stadtrat Thomas Schlicke auf Vorschlag von Kempcke, was Reichardt sichtlich missfiel.

Ein Termin für das erste Treffen wurde auch schon festgelegt: Getagt wird am Mittwoch, 5. November, ab 19 Uhr im Flaschenkeller des "Deutschen Hauses".