Arendsee (hrä) l Noch bis zum 30. Juni 2015 läuft das Förderprojekt European Energy Award (eea) in Arendsee. Ebenso wie Seehausen und Osterburg gilt die Stadt als Pilotkommune, die drei einzigen auf dem Gebiet im Norden Sachsen-Anhalts. Nach der Erfassung des Ist-Stands in Sachen Energieverbrauch hat ein Energieteam um Bürgermeister Norman Klebe und den Vorsitzenden Jens Reichardt vom Wirtschaftsförderungsausschuss seit Juni mit Unterstützung von Diplomingenieurin Gabi Zink-Ehlert von einem Berliner Beraterunternehmen Ende September erste Erfolge verzeichnet. So sind die Dimmlampen in Leppin, Kläden und Binde gut angekommen. Das bestätigten die jeweiligen Ortsbürgermeister beziehungsweise Vertreter im Bauausschuss. Es sei zwar nachts nicht strahlend hell, dafür aber überall gut und genügend ausgeleuchtet, hatte Ratsherrin Renate Benecke (Leppin) eingeschätzt.

Weitere Handlungsfelder sind neben den Straßenlampen das Gebäudemanagement, Photovoltaikanlagen auf kommunalen Dachflächen oder der Bau des neuen Kinder-Eltern-Zentrums unter energetischen Gesichtspunkten.

Aber auch Tempo-30-Zonen, Busse mit Fahrradmitnahme oder die sieben laufenden Biogasanlagen in der Einheitsgemeinde zählten mit zu lohnenswerten Projekten. Insgesamt sind 75 Einzelaktivitäten im Plan des Energieteams aufgelistet. "Wenn 50 Prozent davon erfüllt sind, kann Arendsee den eea erringen", so Zink-Ehlert. Das könne die Stadt nutzen bei künftigen Förderanträgen, machte Klebe klar.