Ist das ein Hoffnungsschimmer für die Anwohner der Braunschweiger Straße? Mit einer Petition soll sich die Bürgerinitiative an den Landtag wenden, rät die Fraktion Die Linke.

Salzwedel l Die Bewohner der Braunschweiger Straße werden überproportional an den Kosten der Straßensanierung beteiligt. Dieser Meinung ist Hans-Jörg Krause, Landtagsabgeordneter der Linken. Sein Fraktionsvorsitzender, Wulf Gallert, rät der Bürgerinitiative, sich mit einer Petition an den sachsen-anhaltischen Landtag zu wenden.

Die Sanierung der ehemaligen Landesstraße 8, der Braunschweiger Straße, war auch Thema der öffentlichen Fraktionssitzung der Linken (die Volksstimme berichtete). Dabei machte Hans-Jörg Krause deutlich, dass das Thema im Verkehrsausschuss des Landtags diskutiert werden wird. Und er machte den Anwohnern Hoffnung, denn mit einer Petition der Bürgerinitiative an den Landtag könnte vielleicht noch etwas zu machen sein.

"Wie sollen das die Kommunen schaffen?"

Gerd Schönfeld

In diesem Zusammenhang kritisierte Salzwedels Oberbürgermeisterin Sabine Danicke erneut, das Land habe jahrelang nichts getan und die Stadt solle nunmehr die Sanierung leisten. "Die Bürger und die Kommune sollen nun die Kosten übernehmen", ergänzte Gerd Schönfeld. Angesichts der finanziellen Situation fragte er: "Wie sollen die Kommunen das schaffen?"

Momentan ist die Hansestadt laut Danicke für 360 Straßenkilometer zuständig. Früher seien es noch 184 gewesen. Es sei "kein böser Wille", nichts mehr übernehmen zu wollen. Aber wenn es sein müsse, dann in "einem ordentlichen Zustand". Danicke sagte weiter: "Wir machen dann die Nachhaltigkeit."

Auch das Erfüllen freiwilliger Aufgaben war ein Thema. Stadträtin Gabriele Gruner meinte, "wenn wir beispielsweise kein Theater oder andere Einrichtungen haben, dann ist die Region tot". Deshalb sei es sehr erfreulich, dass es gelungen sei, den Salzwedeler Sportplatz Flora zu erhalten.