Salzwedel l Noch immer sind Polizei und Staatsanwaltschaft mit der Aufklärung des schweren Busunglücks vor etwas mehr als einer Woche im Havelland beschäftigt. Bei dem Unfall, ein Auto war frontal in einen Reisebus aus Salzwedel gekracht, starben der 38-jährige Bus- und der 25-jährige Autofahrer. 47 Reisende, die sich auf einer Einkaufstour nach Polen befanden, wurden zum Teil verletzt (die Volksstimme berichtete).

Im Verlauf der vergangenen Woche konnten nun fünf weitere verletzte Businsassen aus den Krankenhäusern entlassen werden, sodass sich momentan noch drei Verletzte in Krankenhäusern befinden. Dabei handelt es sich um die 53-jährige Ersatzbusfahrerin sowie zwei Frauen im Alter von 80 und 83 Jahren. "Ihr Zustand ist insgesamt stabil", sagte gestern Polizeisprecher Axel Schugardt auf Anfrage der Volksstimme. Er geht davon aus, dass die Frauen wegen ihrer Verletzungen, die überwiegend aus Knochenbrüchen bestehen, noch einige Zeit im Krankenhaus bleiben werden.

Noch nicht abgeschlossen sind die Ermittlungen hinsichtlich der Unfallursache. Laut Staatsanwältin Sarah Kress seien sowohl ein Dekra- als auch ein Rekonstruktionsgutachten in Auftrag gegeben worden. Dabei geht es zum einen um den technischen Zustand der Fahrzeuge und zum anderen darum, wie sich der Unfall im Einzelnen zugetragen hat. "Die Ergebnisse liegen aber noch nicht vor", sagte Kress gestern. Das kann noch einige Zeit dauern.

Anders sieht es bei den Resultaten aus, die die Obduktionen der verstorbenen Männer brachten. Es sei inzwischen klar, dass "beide an den Folgen des Unfalls gestorben sind", berichtet die stellvertretende Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Potsdam. Zudem ist das Blut der beiden Männer untersucht worden. Aber auch hier wirbt Kress um Geduld, weil die Ergebnisse der Staatsanwaltschaft noch nicht vorliegen.